Sozialleistungen

Hartz-IV-Bezieher erhalten mehr, Flüchtlinge weniger Geld

Die Hartz-IV-Bezüge sollen ab Januar 2017 leicht steigen. Die größte Steigerung sieht die Regierung bei den sechs bis 13-Jährigen vor.

Der Hartz-IV-Satz von Alleinstehenden soll ab 2017 von 404 auf 409 Euro steigen.

Der Hartz-IV-Satz von Alleinstehenden soll ab 2017 von 404 auf 409 Euro steigen.

Foto: Oliver Berg / dpa

Berlin.  Millionen Hartz-IV-Bezieher sollen vom kommenden Jahr an etwas mehr Geld bekommen. Nach einem Beschluss des Bundeskabinetts vom Mittwoch soll der monatliche Regelsatz für Alleinstehende von derzeit 404 Euro auf 409 Euro im Monat steigen, für Paare von 364 auf 368 Euro pro Partner.

Die größte Steigerung gibt es mit 21 Euro mehr bei den 6- bis 13-Jährigen auf dann 291 Euro im Monat. Das Gesetz durchläuft nun das parlamentarische Verfahren. Der Paritätische Wohlfahrtsverband hatte eine Erhöhung auf 520 Euro verlangt.

Flüchtlinge bekommen weniger Geld

Der sogenannte Regelbedarf für Asylbewerber wird im Gegensatz zum Hartz-IV-Satz sinken. Er wird sich für Alleinlebende von 354 auf 332 Euro verringern. Im Arbeitsministerium wird aber betont, es gebe für Flüchtlinge keine Verschlechterung. Der Bedarf sinke nur, weil Strom und Wohnungsinstandhaltungen künftig als Sachleistungen erbracht würden. Damit werde eine Vereinbarung aus den Verhandlungen über das Integrationsgesetz umgesetzt.(dpa/rtr)

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