US-Wahlkampf

Donald Trump deutet erneut Gewalt gegen Hillary Clinton an

Donald Trump hat gefordert, Hillary Clintons Personenschützern die Waffen wegnehmen. Man solle doch mal sehen, was mit ihr passiere.

Donald Trump bei seinem Auftritt in Miami. Bereits im August fiel er mit zweideutigen Äußerungen auf, wonach Clinton möglicherweise nur durch Waffenbesitzer zu stoppen sei.

Donald Trump bei seinem Auftritt in Miami. Bereits im August fiel er mit zweideutigen Äußerungen auf, wonach Clinton möglicherweise nur durch Waffenbesitzer zu stoppen sei.

Foto: MIKE SEGAR / REUTERS

Miami.  Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat erneut mit Andeutungen über Gewalttaten gegen seine Gegenkandidatin Hillary Clinton für Aufsehen gesorgt. Bei einem Wahlkampfauftritt in Miami forderte Trump am Freitag die Personenschützer von Clinton mit Blick auf deren Eintreten für strengere Waffengesetze auf, sich zu entwaffnen. „Nimm ihnen die Waffen weg, sie will keine Waffen", sagte Trump. „Sehen wir, was mit ihr passiert... Es wird sehr gefährlich", setzte er hinzu.

Trump warf der demokratischen Bewerberin Clinton in seiner Rede erneut vor, den zweiten Verfassungszusatz abschaffen zu wollen. Dieser garantiert das Recht auf Waffenbesitz. Dabei werde sie selbst in großem Stil von bewaffneten Leibwächtern beschützt. Er meinte damit wohl Agenten des Secret Service. Dieser sorgt auch für Trumps Sicherheit, wie US-Medien schrieben.

Kritik aus dem republikanischen Lager

Clintons Wahlkampfmanager Robby Mook verurteilte Trumps Äußerungen als inakzeptabel. Bei dem Republikaner gebe es ein Muster, Menschen zur Gewalt anzustacheln. „So etwas sollte für einen Präsidentschaftskandidaten verboten sein.“

Auch im republikanischen Lager stießen die Äußerungen auf Kritik. „Der Secret Service sollte diese Drohung untersuchen", twitterte der Politikberater Stuart Stevens, der 2012 den Republikaner Mitt Romney als Präsidentschaftskandidat beraten hat.

Secret Service bezog Stellung

Bereits im vergangenen Monat hatte Trump mit zweideutigen Äußerungen eine Welle der Kritik auf sich gezogen, wonach Clinton möglicherweise nur durch Waffenbesitzer zu stoppen sein könnte.

Bereits damals hatte der Secret Service, der für den Schutz der Kandidaten zuständig ist, entgegen der Gepflogenheiten Stellung zu den Äußerungen bezogen und erklärt, er sei sich des Kommentars bewusst. Es habe mehr als ein Gespräch mit der Wahlkampfmannschaft Trumps wegen der Bemerkung gegeben. (rtr/dpa)