Migration

Flüchtlingszahl in Griechenland steigt auf mehr als 60.000

Die Flüchtlingssituation in Griechenland verschärft sich. Allein seit Montag sind 183 Menschen aus der Türkei übers Meer gekommen.

Immer wieder protestieren Flüchtlinge in griechischen Auffanglagern gegen ihre Abschiebung, so wie hier in Moria auf der Insel Lesbos im April.

Immer wieder protestieren Flüchtlinge in griechischen Auffanglagern gegen ihre Abschiebung, so wie hier in Moria auf der Insel Lesbos im April.

Foto: Orestis Panagiotou / dpa

Athen.  Die Zahl der Flüchtlinge und Migranten, die in Griechenland ausharren, ist am Dienstag erstmals auf über 60.000 gestiegen. Wie der Flüchtlingskrisenstab weiter mitteilte, hätten in den vergangenen 24 Stunden 183 Menschen aus der Türkei nach Griechenland übergesetzt. Damit stieg die Zahl der registrierten Migranten auf 60.042. Vor allem auf den Inseln im Osten der Ägäis sind die Flüchtlingslager überfüllt.

Die Insassen eines Flüchtlingsboots sendeten unterdessen am Dienstagmorgen ein Notsignal. Sie befanden sich zu diesem Zeitpunkt nördlich der Insel Samos. „Bislang haben wir nichts gefunden“, sagte ein Offizier der Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur. An Bord sollen 40 Menschen sein. In der Region gebe es einen mäßig starken Seegang mit Winden der Stärke fünf, hieß es. (dpa)