Verkehr

Dobrindt will automatische Wegfahrsperren für Alkoholsünder

Hat der Fahrer Alkohol getrunken, bleibt der Motor aus. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) plant Wegfahrsperren für Autos.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) stützt sich bei seinen Plänen auf den „Unfallverhütungsbericht“, der am Dienstag im Kabinett beraten werden soll.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) stützt sich bei seinen Plänen auf den „Unfallverhütungsbericht“, der am Dienstag im Kabinett beraten werden soll.

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Berlin.  Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will erreichen, dass Alkoholsünder künftig per automatischer Sperre am Fahren gehindert werden. Demnach soll der Wagen nur dann starten können, wenn eine vorherige Atemmessung Entwarnung gegeben hat. Das berichtet die „Passauer Neuen Presse“.

Die Zeitung beruft sich auf den „Unfallverhütungsbericht“ des Verkehrsministeriums, der an diesem Dienstag vom Bundeskabinett beraten werden solle. Das Ministerium bereite derzeit die Rechtsgrundlagen zur Einführung derartiger Wegfahrsperren vor. „Das Starten des Motors ist ohne vorherige Alkoholmessung nicht möglich“, wird aus der Kabinettsvorlage zitiert. Darin würden zudem verstärkte Geschwindigkeitskontrollen an Unfallschwerpunkten gefordert.

70 Prozent weniger Verkehrstote als 2001

Dem Pressebericht zufolge wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 3459 Menschen im Straßenverkehr getötet. Dies seien zwar mehr als 2014, als die Zahl 3377 betragen habe, aber 50 Prozent weniger als im Jahr 2001. Gegenüber 1991 sei die Zahl um 70 Prozent zurückgegangen. (rtr)