Präsidentenwahl

„Klebstoffkrise“ gefährdet Wahl-Wiederholung in Österreich

Die Präsidentenwahl in Österreich sollte am 2. Oktober wiederholt werden. Doch daraus wird wohl nichts – wegen defekter Klebestreifen.

In Österreich sind zuletzt viele Briefwahlkarten aufgetaucht, die wegen defekter Klebestreifen ungültig wären. Nun droht die Wiederholung der Wahl zum Präsidenten verschoben zu werden.

In Österreich sind zuletzt viele Briefwahlkarten aufgetaucht, die wegen defekter Klebestreifen ungültig wären. Nun droht die Wiederholung der Wahl zum Präsidenten verschoben zu werden.

Foto: imago stock&people / imago/Eibner Europa

Wien.  Österreichs Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen geht von einer Verschiebung der Wiederholung der Stichwahl aus. „Ich glaube nicht, dass der Termin am 2. Oktober zu halten ist“, sagte er bei einer Pressekonferenz am Samstag. Er hofft, dass die Wahl noch 2016 stattfinden kann. Zuletzt waren zahlreiche Briefwahlkarten im Umlauf, die wegen defekter Klebestreifen bei der Auszählung ungültig werden.

„Klebstoffkrisen können überall auftauchen. Wir werden diese Krise bewältigen“, sagte der von den Grünen unterstützte Van der Bellen und scherzte: „Es hat etwas Charmantes, den amerikanischen Wahlkampf zumindest in der Länge zu schlagen.“

„Weil der verdammte Klebstoff nicht ausreicht“

Die Vorstellung, dass eine Stimme unter allen rechtlichen Voraussetzungen abgegeben und dann für ungültig erklärt werde, „weil der verdammte Klebstoff nicht ausreicht“, sei „unerträglich“, sagte Van der Bellen. Jeder Staatsbürger müsse die Garantie haben, dass seine Stimme gezählt wird. (dpa)