Sexualstrafrecht

Justizminister Maas weist Vorwürfe im Fall Gina-Lisa zurück

Hat Heiko Maas (SPD) beim Fall Gina-Lisa eingegriffen? Nein, sagt der Justizminister, und wehrt sich gegen CDU-Rücktrittsforderungen.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) weist die Vorwürfe von CDU-Finanzminister Wolfgang Schäuble zurück. Er habe sich nicht in das Verfahren gegen Gina-Lisa Lohfink eingemischt.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) weist die Vorwürfe von CDU-Finanzminister Wolfgang Schäuble zurück. Er habe sich nicht in das Verfahren gegen Gina-Lisa Lohfink eingemischt.

Foto: Michael Kappeler / dpa

Berlin.  Das Bundesjustizministerium hat Kritik von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) an Ressortchef Heiko Maas (SPD) im Fall Gina-Lisa Lohfink zurückgewiesen. „Wir und der Minister haben sich selbstverständlich niemals zu irgendeinem laufenden Verfahren geäußert“, sagte ein Sprecher von Maas am Montag in Berlin.

Schäuble hatte einem unwidersprochenem Bericht zufolge das Verhalten von Maas in dem Fall des Models im CDU-Präsidium kritisiert und dem Minister den Rücktritt nahegelegt. Der Vorwurf lautet: Maas habe sich im Juni mit Äußerungen zum Sexualrecht in das laufende Strafverfahren eingeschaltet.

Schärferes Sexualstrafrecht gefordert – während des Prozesses

Ein Sprecher Schäubles sprach von „angeblichen Äußerungen“ Schäubles, die er nicht kommentieren wolle. Maas hatte sich im Juni in zeitlichem Zusammenhang zum Fall Lohfink für ein härteres Sexualstrafrecht ausgesprochen. Lohfink wurde inzwischen zu 20.000 Euro Geldstrafe verurteilt, weil sie zwei Männer – nach Überzeugung der Richter zu Unrecht – der Vergewaltigung beschuldigt hatte. (dpa)

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