Syrien

Terrormiliz IS meldet den Tod ihres Sprechers al-Adnani

Die IS-Terroristen haben einen ihrer wichtigsten Köpfe verloren. Die Terrormiliz meldet den Tod von Sprecher Abu Mohammed al-Adnani.

Abu Mohammed al-Adnani ist der Mann, der in den vergangenen Monaten Sympathisanten zu Anschlägen aufstachelte. Er ist nun tot. Zu sehen ist er hier auf einem von der Miliz verbreiteten Foto

Abu Mohammed al-Adnani ist der Mann, der in den vergangenen Monaten Sympathisanten zu Anschlägen aufstachelte. Er ist nun tot. Zu sehen ist er hier auf einem von der Miliz verbreiteten Foto

Foto: FMG

Al-Rakka.  Der Sprecher der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Mohammed al-Adnani, ist in Nordsyrien getötet worden. Das teilte das IS-Sprachrohr Amak am Dienstagabend im Internet mit. Al-Adnani sei getötet worden, als er die Operationen bei Kämpfen um Aleppo beaufsichtigt habe.

Al-Adnani galt auch als Kopf des Geheimdiensts und der Operationen im Ausland und wichtigste Figur in der Hierarchie nach Anführer Abu Bakr al-Baghdadi. Reden von Al-Adnani waren von Anhängern und Sicherheitskräften mit großer Spannung erwartet und verfolgt worden und galten oft als Signale an Terroristen auch in Europa. Er hatte im Mai zu Anschlägen während des Ramadans aufgerufen.

USA hatten 5 Millionen Dollar Kopfgeld ausgesetzt

Al-Adnani war es auch gewesen, der im Sommer 2014 in einer Audiobotschaft das „Kalifat“ des Islamischen Staates ausrief und den IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi zum „Kalifen“ erklärte.

Über Al-Adnanis Alter gibt es unterschiedliche Angaben. Der IS-Sprecher soll Ende der 1970er Jahren in Syrien geboren worden sein. Die USA hatten ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt.

Auch andere Führungskader wurden getötet

Die sunnitischen Extremisten haben in den vergangenen Monaten bereits mehrere Anführer verloren. US-Verteidigungsminister Ashton Carter erklärte Ende März, der IS-Vize und -Finanzchef Abdul Rahman Mustafa al-Kaduli sei bei einer Militäroperation getötet worden. Der unter seinem Kampfnamen „Omar der Tschetschene“ bekannte Tarkan Batiraschwili wurde rund 120 Kilometer südlich der nordirakischen Stadt Mossul getötet, wie Amak im Juli mitteilte. (law/dpa)