Sozialleistungen

Ministerin Nahles plant Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze

Hartz-IV-Empfänger sollen von Januar 2017 an offenbar mehr Geld bekommen. Das größte Plus ist für Kinder zwischen sechs und 13 geplant.

Vor dem Hintergrund gestiegener Preise und neuer statistischer Daten sollen die Regelsätze für die meisten Hartz-4-Empfänger von Januar 2017 an steigen.

Vor dem Hintergrund gestiegener Preise und neuer statistischer Daten sollen die Regelsätze für die meisten Hartz-4-Empfänger von Januar 2017 an steigen.

Foto: imago stock&people / imago/Steinach

Berlin.  Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) plant nach Informationen der „Bild“-Zeitung zum 1. Januar eine Erhöhung der Hartz-IV-Sätze. Wie das Blatt unter Berufung auf den Referentenentwurf für das Gesetz meldet, soll der monatliche Regelsatz für alleinstehende Langzeitarbeitslose von derzeit 404 Euro auf 409 Euro im Monat steigen, für Paare von 364 auf 368 Euro pro Partner.

Am stärksten erhöhen sich dem Bericht zufolge die Sätze für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren. Sie sollen im nächsten Jahr 21 Euro mehr pro Monat erhalten, also 291 anstatt statt 270 Euro. Grund sei, dass bei der neuesten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamtes festgestellt worden sei, dass der Bedarf in dieser Altersgruppe für Lebensmittel und Getränke erheblich höher sei als bisher berechnet.

Kinder bis sechs Jahre erhalten nicht mehr

Der Regelsatz für Kinder bis zu sechs Jahren bleibt laut „Bild“ unverändert bei 237 Euro im Monat. Kinder zwischen 13 und 18 Jahren erhalten demnach vom nächsten Jahr an 311 statt bisher 306 Euro. Die Sätze für unter 25-Jährige, die im Haushalt der Eltern wohnen, steigen dem Bericht zufolge von 324 auf 327 Euro. Hintergrund für die Anhebung sei der Preisanstieg und eine Neuberechnung des Bedarfs auf Basis neuer Statistikdaten. (dpa)