Asyldebatte

CDU-Rechtsexperte Sensburg schlägt EU-Flüchtlingslager vor

Mit großen Lagern will Patrick Sensburg den Andrang von Flüchtlingen meistern. Der CDU-Politiker hat noch mehr Ideen zur Asyldebatte.

Geht es nach dem CDU-Politiker Patrick Sensburg, sollen Migranten in Lagern in Italien und Griechenland untergebracht werden.

Geht es nach dem CDU-Politiker Patrick Sensburg, sollen Migranten in Lagern in Italien und Griechenland untergebracht werden.

Foto: Yara Nardi / Italian Red Cross/ / dpa

Berlin.  Angesichts der Migrantenströme hat der CDU-Politiker Patrick Sensburg vorgeschlagen, in Italien und Griechenland große EU-Flüchtlingslager zu errichten. Diese sollen von der Europäischen Union finanziert werden. Dort müsste dann auch ihr Anspruch auf Asyl geklärt sowie die weitere Verteilung und Rückführung organisiert werden.

„Lager hört sich zunächst schlimm an, aber die Bewohner sollen dort ja kein schlechtes Leben haben“, sagte der CDU-Rechtsexperte im Bundestag zur „Westfalenpost“. Nehme man Wirtschaftsflüchtlingen die Chance, direkt in das soziale Netz Deutschlands vorzudringen, habe das Einfluss auf ihre Motivation, die Heimat zu verlassen, sagte der Politiker.

Geld für die Rücknahme von Flüchtlingen

Sensburg schlug außerdem vor, den sicheren Herkunftsländern in Nordafrika Geld dafür zu zahlen, dass sie Flüchtlinge aus Europa wieder zurücknehmen. Die EU müsse zudem mehr unternehmen, um das Mittelmeer sicherer zu machen: „Wir dürfen die Menschen nicht ertrinken lassen.“ Zur Bekämpfung der Fluchtursachen müsse die Entwicklungshilfe stärker ökonomisch ausgerichtet werden.

„Wir sehen Afrika noch zu sehr als Almosennehmer und nicht als Wirtschaftspartner.“ Bisher versickere zu viel Geld bei den Machthabern, sinnvoller seien Investitionen in Arbeitsplätze. Sensburg: „Wenn die Menschen einen Job haben, haben sie auch eine Perspektive.“ (mko)