Berlin

Berliner halten nicht viel von Vorratskäufen

Elisa von Hof

Berlin. Tütensuppen, Nudeln, ein paar Liter Wasser. Mehr steht nicht in den Vorratsregalen vieler Berliner. So lautet zumindest am Montag das Ergebnis einer Straßenumfrage der Berliner Morgenpost. Viele zeigten sich unbeeindruckt vom neuen Konzept für „zivile Verteidigung“ der Bundesregierung. „Ich werde jetzt auch nicht mehr Vorräte anlegen als vorher“, sagt Christiane Schulze (49). Die Buchhälterin aus Neukölln habe immer ein paar Dosen im Haus, Suppen und Ravioli zum Beispiel. Auch Sascha Brockmann (41) gibt sich gelassen. Zehn Tage könne er schon mit dem überleben, was in seinen Schränken steht. „Und wenn ich eben zwei Tage nur Chips esse“, sagt der Berater aus Charlottenburg, „aber ich halte Krisenszenarien eh für unwahrscheinlich.“ Weiter geht Karin Hübel (75): Den Aufruf zu Vorratskäufen hält sie für „Angstmacherei“. Die Rentnerin aus Wilmersdorf sei nicht ängstlich, Vorräte habe sie daher nicht, „nur Zucker, Mehl und Butter hab ich immer da“. Studentin Nicole Krempovaja (23) hat das neue Zivilschutzkonzept zumindest stutzig gemacht. Bis jetzt habe sie nie vor-gesorgt. „Aber es kann ja nicht schaden, etwas da zu haben“, sagt die Charlottenburgerin.

( evh )

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