Wirtschaftsminister

SPD-Chef Sigmar Gabriel nennt Rente mit 69 „bekloppte Idee“

Sigmar Gabriel kann ein Mann deutlicher Worte sein. Das hat der Wirtschaftsminister nun bei einem Termin in Essen wieder bewiesen.

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat am Dienstag das Ruhrgebiet besucht. Hier spricht er mit Arbeitern in Oberhausen.

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat am Dienstag das Ruhrgebiet besucht. Hier spricht er mit Arbeitern in Oberhausen.

Foto: Sascha Schuermann / Getty Images

Essen.  SPD-Chef Sigmar Gabriel hat Vorschläge aus der Bundesbank für eine Rente erst ab 69 Jahren mit deutlichen Worten kritisiert. „Ein Facharbeiter, eine Verkäuferin, eine Krankenschwester, eine Altenpflegerin hält das für eine bekloppte Idee. Ich auch“, sagte der Vizekanzler und Wirtschaftsminister am Dienstag bei einem Besuch des Weltkulturerbes Zeche Zollverein in Essen.

Als Banker bei der Zentralbank könne man auf solche Ideen kommen. „Das sind alles Leute mit hohem Einkommen, geringer körperlicher Belastung, einer hohen Lebenserwartung und sehr großen Renten.“

Die Bundesbank hatte am Montag in ihrem Monatsbericht vorgeschlagen, das Renteneintrittsalter zwischen den Jahren 2030 und 2060 auf 69 Jahre anzuheben. Derzeit ist eine reguläre Altersrente ohne Abschläge mit 65 Jahren und fünf Monaten möglich. Bis zum Jahr 2029 steigt die Altersgrenze auf 67 Jahre. Wer 45 Versicherungsjahre aufweist, kann mit 63 Jahren ohne Abzüge von der Rente in den Ruhestand gehen. (rtr)