Putschversuch

USA und Türkei verhandeln über Auslieferung von Gülen

Die Beziehung zwischen den USA und der Türkei ist bleibt angespannt. Ein Gespräch der Außenminister könnte deshalb eine Wende sein.

Die türkische Regierung beschuldigt den Prediger Fethullah Gülen, hinter dem Putschversuch in der Türkei zu stehen.

Die türkische Regierung beschuldigt den Prediger Fethullah Gülen, hinter dem Putschversuch in der Türkei zu stehen.

Foto: Fgulen.Com / Handout / dpa

Ankara.  Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu und sein US-Kollege John Kerry haben über die Auslieferung des Predigers Fethullah Gülen an die Türkei gesprochen. Die Türkei hatte mehrfach die Überstellung Gülens ins eigene Land gefordert.

Die Türkei beschuldigt Gülen, hinter dem Putschversuch vom 15. Juli zu stecken. Gülen lebt im selbstgewählten Exil im US-Bundesstaat Pennsylvania. Er bestreitet jegliche Verwicklung in den Putschversuch. Die US-Regierung verlangt von der Türkei juristisch eindeutige Beweise, dass Gülen etwas mit dem Putschversuch zu tun hat.

Wie aus Kreisen des türkischen Außenministeriums weiter bekannt wurde, sprachen die beiden Minister auch über die Lage in Syrien, insbesondere in der umkämpften Stadt Aleppo. Dort waren Aktivisten zufolge noch am Dienstag bei heftigen Luftangriffen auf Rebellengebiete mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern seien 19 Zivilisten, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag. Demnach starben auch zwölf Rebellen. Die Kämpfer seien bei Angriffen russischer Jets auf eine Versorgungsroute der Regimegegner im Süden der umkämpften Stadt getötet worden. (rtr/dpa)