Putschversuch

Türkei plant weitere Entlassungen in Ministerien und Militär

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (l.) im Hauptquartier der türkischen Spezial-Polizei Ende Juli. Jetzt plant die Regierung weitere Entlassungen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (l.) im Hauptquartier der türkischen Spezial-Polizei Ende Juli. Jetzt plant die Regierung weitere Entlassungen.

Foto: Turkish Presidential Press Offic / dpa

Zehntausende sind schon suspendiert, nun kündigt die türkische Regierung vier Wochen nach dem Putschversuch weitere Entlassungen an.

Istanbul.  Gut vier Wochen nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei hat die Regierung weitere Massenentlassungen angekündigt. Betroffen seien das Außen- und das Innenministerium, sagte der stellvertretende Ministerpräsident, Numan Kurtulmus, am Montag. Auch beim Militär und bei der Küstenwache werde es nach einem entsprechenden Dekret Entlassungen geben. Zudem würden Militärhospitäler unter die Kontrolle des Gesundheitsministeriums gestellt. Kurtulmus äußert sich nach der wöchentlichen Kabinettssitzung.

Zehntausende Angehörige von Militär, Verwaltung, Justiz und Bildungswesen wurden bereits seit dem Putschversuch Mitte Juli entlassen. Vergangene Woche hatte Innenminister Efkan Ala erklärt, dass rund 76.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes suspendiert wurden. Zudem war aus Regierungskreisen verlautet, dass mehr als 35.000 Menschen zumindest vorübergehend festgenommen wurden. Gegen mehr als die Hälfte von ihnen sei Haftbefehl ergangen und sie blieben im Gefängnis. (rtr)

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