Terrorverdacht

Ermittler glauben an Anschlagspläne gegen Bundesliga-Spiel

Nach vier Festnahmen wegen Terrorverdachts glauben die Ermittler: Die Verdächtigen hatten wirklich ein Fußballspiel ins Auge gefasst.

Polizisten durchsuchten am Mittwoch die Flüchtlingsunterkunft in Dinslaken. Nach der Festnahme eines mutmaßlichen Islamisten in Rheinland-Pfalz sind drei weitere Männer festgenommen worden.

Polizisten durchsuchten am Mittwoch die Flüchtlingsunterkunft in Dinslaken. Nach der Festnahme eines mutmaßlichen Islamisten in Rheinland-Pfalz sind drei weitere Männer festgenommen worden.

Foto: Arnulf Stoffel / dpa

Dinslaken.  Vier in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz festgenommene mutmaßliche Islamisten sollen nach Erkenntnissen der Duisburger Staatsanwaltschaft einen Anschlag auf ein Spiel der Fußball-Bundesliga verabredet haben. „Wir haben aber bislang keine konkreten Hinweise auf Ort und Ziel“, sagte Behördensprecherin Anna Christiana Weiler am Donnerstag. Es sei nicht klar, ob es um ein Spiel der ersten, zweiten oder dritten Liga gegangen sei.

Die Polizei hatte vergangenen Freitag einen Verdächtigen in Rheinland-Pfalz und am Mittwoch drei weitere Männer in Dinslaken (Kreis Wesel) festgenommen. Der in Mutterstadt festgenommene Mann sitzt bereits in Untersuchungshaft, gegen die drei anderen Männer will die Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen Verabredung zu einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat beantragen. Alle vier hatten in einem Asylbewerberheim in Dinslaken gewohnt.

Hinweis kam aus NRW

Das Innenministerium in Rheinland-Pfalz hatte am Dienstag mitgeteilt, dass der Hinweis aus NRW zur Verhaftung eines Mannes im Zusammenhang mit dem Start der 2. Fußball-Bundesliga gestanden habe. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte gesagt: „Die Deutsche Fußball-Liga ist auch darüber informiert, dass zu keinem Zeitpunkt ein Reifegrad dieser Planung entstanden ist, der möglicherweise eine Spielbegegnung der deutschen Fußball-Liga betreffen könnte.“ Derzeit gebe es keine Hinweise, dass die ohnehin hohen Sicherheitsvorkehrungen in Stadien nicht ausreichen würden. (dpa)