Montreal

Kanada verweigert Einreisen zum Weltsozialforum

Montreal. Mit einem Demonstrationszug gegen soziale Ungleichheit und für bessere Chancen von Jugendlichen in aller Welt ist das Weltsozialforum 2016 in Montreal eröffnet worden. Bis zum 14. August werden in der kanadischen Stadt rund 50.000 Menschen aus aller Welt erwartet, vor allem Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen (NGO). Zu Beginn hatte die Haltung der kanadischen Einwanderungsbehörde für Unmut bei den Veranstaltern gesorgt, da sie zahlreichen potenziellen Teilnehmern die Einreise verweigerte. Mehr als 100 Personen seien betroffen. Darunter ist nach Informationen des kanadischen Senders CBC auch Aminata Traoré, ehemalige Tourismusministerin in Mali und Kandidatin für die Nachfolge des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon.

Bei dem seit Dienstag laufenden Forum in Montreal soll es um Themen wie Klimawandel, Chancen für die Jugend und Steuergerechtigkeit gehen. Mehr als 1000 Organisationen sind in Montreal vertreten, 1200 Einzelveranstaltungen sind geplant. Das Weltsozialforum wurde 2001 als Gegenveranstaltung zum Weltwirtschaftsforum in Davos sowie zu den Gipfeltreffen der damaligen G7 und der G20 aus der Taufe gehoben. Es fand bisher stets in Entwicklungs- und Schwellenländern statt.