Terrorismus

IS beansprucht Macheten-Attacke in Charleroi für sich

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Vor dem Hauptquartier der Polizei in Charleroi hatte ein Mann mit einer Machete Polizistinnen angegriffen. Er starb später an den Folgen von Schussverletzungen.

Vor dem Hauptquartier der Polizei in Charleroi hatte ein Mann mit einer Machete Polizistinnen angegriffen. Er starb später an den Folgen von Schussverletzungen.

Foto: Stephanie Lecocq / dpa

Der Machetenangreifer von Charleroi hatte aus Sicht der Behörden terroristische Motive. Der Mann ist mittlerweile identifiziert worden.

Brüssel.  Der Machetenangreifer von Belgien ist identifiziert. Es handelt sich um einen 33 Jahre alten Algerier, der seit 2012 in Belgien lebte, teilte die Staatsanwaltschaft nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga am Sonntag mit. Er sei der Polizei wegen anderer Vergehen bekannt gewesen, aber nicht im Zusammenhang mit Terrorismus.

Die belgischen Sicherheitsbehörden stufen die Machetenattacke auf zwei Polizistinnen in Charleroi als Terrorakt ein. „Wir wurden von der Bundesanwaltschaft informiert, dass Ermittlungen wegen versuchten terroristischen Mordes eingeleitet wurden“, sagte Premierminister Charles Michel bei einer Pressekonferenz.

IS beansprucht Attacke für sich

Derweil hat auch die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) den Machetenangriff für sich beansprucht. Der Mann sei einer ihrer „Soldaten“ gewesen, teilte die Terrormiliz über das IS-Sprachrohr Amak am Sonntag mit. Das habe sie von einer Quelle erfahren.

Bei dem Angriff am Samstag war eine Polizistin schwer im Gesicht verletzt worden, die andere kam mit leichten Verletzungen davon. Ein Polizist schoss den Angreifer nieder, der wenig später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Der Angreifer habe bei der Tat am Samstag „Allahu Akbar“ (arabisch: Gott ist groß) gerufen, hatte die belgische Polizei kurz nach der Tat auf Twitter mitgeteilt.

Weiterer Macheten-Mann in Lüttich festgenommen

Der belgische Regierungschef brach seinen Urlaub ab und kam am Sonntag mit seinem Sicherheitskabinett zusammen. Er sagte, die Terrorwarnstufe im Land bleibe zunächst unverändert auf 3, der zweithöchsten von insgesamt 4 Stufen. Allerdings würden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Polizeikräfte eingeleitet. Charleroi hat etwa 200.000 Einwohner und liegt circa 50 Kilometer südlich von Brüssel.

In Lüttich (Liège) wurde am Sonntag ein Mann festgenommen, der in der ostbelgischen Stadt eine Machete schwang. Es handele sich um einen etwa 20-Jährigen, meldete die Nachrichtenagentur Belga. Weitere Hintergründe waren zunächst unklar. (dpa)

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