Syrien-Konflikt

Syrische Rebellen verkünden Durchbruch im belagerten Aleppo

Syrische Rebellen (Archivfoto) sollen sich mit Kämpfern aus dem eingekesselten Ostteil der Stadt zusammengetan haben.

Syrische Rebellen (Archivfoto) sollen sich mit Kämpfern aus dem eingekesselten Ostteil der Stadt zusammengetan haben.

Foto: AMMAR ABDULLAH / REUTERS

Syrische Rebellen haben am Samstag ihren Sturm auf die belagerten Gebiete in Aleppo fortgesetzt – und dabei einen Durchbruch erzielt.

Damaskus.  Mehrere syrische Rebellengruppen haben nach eigenen Angaben die Belagerung von Aleppo durchbrochen. Rebellen seien im Südwesten der früheren syrischen Metropole vorgerückt und hätten sich mit Kämpfern aus dem eingekesselten Ostteil der Stadt zusammengetan. „Das beweist, dass wir die Belagerung durchbrochen haben“, sagte ein Kommandant des früheren Al-Kaida-Ablegers Dschabhat Fatah al-Scham der dpa am Samstag.

„Die Belagerung unserer Leute wurde gebrochen“, schrieb auch ein Sprecher der Gruppe Ahrar al-Scham auf Twitter. Es ist eine der größten Rebellengruppen, die an der Erstürmung Aleppos beteiligt ist.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte konnte das Ende der Belagerung bislang noch nicht bestätigen.

Aleppo seit 2012 umkämpft

Vor gut drei Wochen hatten syrische Regierungstruppen und ihre Verbündeten die letzte Versorgungsroute in die von Rebellen gehaltenen östlichen Viertel Aleppos gekappt. Die UN schätzen, dass bis zu 300.000 Menschen eingekesselt sind. Ein Bündnis syrischer Rebellengruppen unter Führung von Islamisten versucht seit einer Woche, die Belagerung zu durchbrechen.

Der Bundesregierung zufolge droht in der nordsyrischen Stadt der Bevölkerung eine Katastrophe. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hatte deshalb eine sofortige Waffenruhe und Hilfslieferungen für die Menschen in der Stadt gefordert. Aleppo war vor dem Ausbruch des Bürgerkrieges die größte Stadt Syriens. Sie ist seit 2012 umkämpft. (dpa/rtr)

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