Nürnberg

Bundesamt: Fast alle Flüchtlinge inzwischen registriert

Nürnberg.  Die seit dem vergangenen Jahr nach Deutschland eingereisten Flüchtlinge sind nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) inzwischen größtenteils registriert. Von den Ländern, der Polizei oder mobilen Teams des BAMF seien die Menschen mit Foto und Personendaten erfasst und polizeilich überprüft worden, sagte BAMF-Sprecherin Andrea Brinkmann am Dienstag.

Fingerabdrücke wurden jedoch noch nicht von allen Asylsuchenden genommen. Dies soll bis zum Herbst der Fall sein. Dann sollen alle Menschen in einem gemeinsamen Datensystem erfasst sein, auf das alle beteiligten Behörden zugreifen können. Die Leiterin des operativen Bereichs im BAMF, Katja Wilken-Klein, hatte im ZDF-„Morgenmagazin“ gesagt: „Das gibt grundsätzlich Sicherheit, zu sehen, wer ist im Land.“

An der im vergangenen Jahr oft fehlenden Registrierung der Menschen hatte es heftige Kritik gegeben. So könnten auch Terroristen unkontrolliert ins Land kommen, hatte etwa Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) beklagt.

Innerhalb der nächsten acht Wochen will das BAMF dann auch die letzten Asylanträge entgegengenommen haben. Mitte Juli waren nach Angaben der Nürnberger Behörde etwa 150.000 Menschen in Deutschland, die noch keinen Asylantrag stellen konnten. Und bis Ende des Jahres werde das Bundesamt den „weit überwiegenden Teil“ der knapp 496.000 bisher noch nicht entschiedenen Asylverfahren abgearbeitet haben.

Im vergangenen Jahr waren knapp 1,1 Millionen Asylbewerber in Deutschland neu erfasst worden. Dabei gab es jedoch Doppelregistrierungen, und viele Menschen reisten anschließend in andere Länder weiter. Inzwischen werden alle neu ankommenden Asylbewerber bei ihrem ersten Kontakt mit deutschen Behörden registriert.

( dpa )

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