Berlin

Wenig deutsche Flüchtlingshilfe für Griechenland

Berlin.  Bei der personellen Unterstützung für Griechenland zur Bewältigung der Flüchtlingskrise bleibt auch Deutschland hinter den Erwartungen zurück. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums sind derzeit nur 23 von 100 zugesagten Bundespolizisten vor Ort sowie 14 von 100 angebotenen Asylexperten aus dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Ein Ministeriumssprecher betonte allerdings, die Erfüllung der Zusagen scheitere nicht an der deutschen Bereitschaft, sondern an fehlenden Abrufen seitens der zuständigen EU-Institutionen.

Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, Griechenland werde von den anderen EU-Staaten nicht ausreichend unterstützt. Bisher seien nur 66 von 1580 zugesagten Frontex-Beamten nach Griechenland entsandt worden. Zudem seien zwei von 60 angeforderten Rücküberführungsexperten, 92 von 475 zugesagten Asylexperten und 61 von 400 versprochenen Dolmetschern geschickt worden. Von 30 Juristen, die zugesagt wurden, sei noch kein einziger im Land angekommen. Die Folge sei, dass die Asylverfahren zögerlich abgeschlossen würden und nur wenige Flüchtlinge das Land verlassen konnten.

Nach Einschätzung der EU-Kommission erhält Griechenland ausreichend Hilfe. Die aktuelle Unterstützung durch 632 Beamte entspreche dem Bedarf vor Ort.

( dpa )

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