Sicherheit

Bundeswehr erhöht den Schutz für Soldaten in Incirlik

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Ein Pilot und ein Techniker arbeiten im Rahmen des Einsatzes Counter Daesh in Incirlik an einem Recce-Tornado der Luftwaffe der Bundeswehr.

Ein Pilot und ein Techniker arbeiten im Rahmen des Einsatzes Counter Daesh in Incirlik an einem Recce-Tornado der Luftwaffe der Bundeswehr.

Foto: Falk Bärwald / dpa

Auf der Nato-Basis im Süden der Türkei sind deutsche Soldaten für den Einsatz gegen den IS stationiert. Brenzlig ist es aber auch dort.

Berlin.  Nach dem Putschversuch in der Türkei hat die Bundeswehr nach eigenen Angaben die Sicherheitsvorkehrungen für die auf der Nato-Basis Incirlik im Süden des Landes stationierten deutschen Soldaten verstärkt. Die Basis werde „kurzfristig und präventiv“ nur noch mit Flugzeugen angeflogen, die mit Systemen zur Verteidigung gegen Raketenangriffe ausgerüstet seien, bestätigte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Bundeswehr habe sich damit entsprechenden Maßnahmen der USA und anderer Partner angeschlossen. Eine akute Gefährdung für die dort stationierten deutschen Soldaten bestehe nicht, betonte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin auf Anfrage.

Nach dem Putschversuch fehlen Ansprechpartner

Die türkische Regierung hatte nach dem gescheiterten Militärputsch vom 15. und 16. Juli tausende Militärs ihrer Posten enthoben. Zurzeit seien für die Zusammenarbeit in Incirlik wichtige türkische Stellen teilweise nicht besetzt und es fehlten Ansprechpartner, sagte der Sprecher weiter.

Bei der Operation „Counter Daesh“ – „Daesh“ ist die arabische Abkürzung des Namens der IS-Terrormiliz – sind derzeit 252 Bundeswehrsoldaten im Einsatz. Davon sind 238 in Incirlik stationiert. Nach Angaben des Einsatzführungskommandos arbeiten die übrigen als Verbindungsoffiziere in Katar, Kuwait und Jordanien.

Forderung nach Abzug aus Incirlik

Bisher haben die Tornados 443 Einsatzflüge und das Tankflugzeug Airbus A310 189 Flüge unternommen. Im Durchschnitt gibt es nach früheren Angaben der Bundeswehr zwei Tornado-Flüge am Tag, das Tankflugzeug ist durchschnittlich einmal am Tag in der Luft. Seit die Türkei den Besuch von Bundestagsabgeordneten als Reaktion auf die Armenierresolution des Parlaments untersagt, mehren sich Stimmen in Deutschland, die deutschen Soldaten abzuziehen.

Nach dem Putschversuch war die Basis zeitweise von der Stromversorgung abgeschnitten und musste sich mit Stromgeneratoren behelfen. Es gab zudem Berichte, die türkische Basis habe auch eine nicht näher bezeichnete Rolle bei dem Putschversuch gespielt. (dpa)

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