Bundespressekonferenz

Merkels Auftritte vor der Hauptstadtpresse in Zitaten

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht am 31.08.2015 in Berlin vor der Hauptstadtpresse.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht am 31.08.2015 in Berlin vor der Hauptstadtpresse.

Foto: Bernd Von Jutrczenka / dpa

Vor einem Jahr sagte die Kanzlerin auf der Pressekonferenz „Wir schaffen das“. Auch aus den Jahren zuvor blieb einiges in Erinnerung.

Berlin.  Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt traditionell einmal im Jahr in die Bundespressekonferenz, um den Hauptstadtjournalisten Rede und Antwort zu stehen. Einige Kernsätze aus den vergangenen Jahren:

31. August 2015 - FLÜCHTLINGE: Durch die Ankunft hunderttausender Flüchtlinge stehe Deutschland „eine große nationale Aufgabe“ bevor, verkündet Merkel. Dann fällt der Satz, der seither für ihre Flüchtlingspolitik steht: „Wir schaffen das, und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden.“

18. Juli 2014 - AMTSZEIT: Merkel tritt Gerüchten entgegen, sie wolle nicht bis zum Ende der Amtszeit im Kanzleramt bleiben. Sie sei bei der Bundestagswahl 2013 gerne wieder angetreten, „und zwar für die ganze Legislaturperiode“.

19. Juli 2013 - NSA-AFFÄRE: Nach den Enthüllungen über die Spionage von US-Geheimdiensten in Deutschland wartet Merkel auf eine Antwort aus Washington. Die Kanzlerin stellt an die Adresse der USA klar, dass auf deutschem Boden deutsches Recht einzuhalten sei: „Deutschland ist kein Überwachungsstaat.“

17. September 2012 - KOALITION: Merkel kündigt an, sie wolle das schwarz-gelbe Bündnis auch nach der Wahl im Herbst 2013 fortsetzen. Eine Neuauflage der großen Koalition mit den Sozialdemokraten will sie nicht ausschließen. „Aber ich werde jedenfalls nicht darauf hinarbeiten.“

22. Juli 2011 - EUROKRISE: Merkel bezeichnet die Überwindung der Wirtschaftskrise in der Bundesrepublik als beispielhaft: „Deutschland hat die Krise hinter sich gelassen und steht besser da als zuvor.“ Sie kündigt zudem indirekt an, bei der Bundestagswahl 2013 wieder anzutreten: „Wie Sie sehen, macht mir meine Arbeit Spaß. Und es ist nicht abzusehen, dass sich das kurzfristig ändert.“

21. Juli 2010 KOALITION: Trotz verheerender Umfragewerte für Schwarz-Gelb und aller Streitigkeiten gibt sich Merkel gelassen. Der Umgangston („Wildsau“, „Gurkentruppe“) sei zeitweise nicht akzeptabel gewesen. „Da, glaube ich, hat sich die Koalition aber ein Stück weit zusammengerauft.“

18. September 2009 KOALITION: Kurz vor der Bundestagswahl am 27. September lehnt Merkel eine Neuauflage der großen Koalition ab. Die Situation der SPD sei „im Augenblick eine der Zerrissenheit“, sagt sie. „Ich glaube, dass wir vor allen Dingen stabile Verhältnisse brauchen in der nächsten Legislaturperiode.“

23. Juli 2008 REFORMEN: „Es liegen noch anspruchsvolle Projekte vor uns, wenn ich an die Erbschaftsteuerreform, die Einführung der Gesundheitsreform, den Bildungsgipfel, die Integrationsvorhaben und sicherlich auch die Haushaltsberatungen im Herbst denke“, sagt Merkel.

18. Juli 2007 ZIELE: Als Schwerpunkt für die zweite Hälfte der Wahlperiode nennt Merkel die Stärkung des Wirtschaftsaufschwungs. „Wir können uns keinen Stillstand leisten.“

21. August 2006 BILANZ: Neun Monate nach Amtsantritt der schwarz-roten Koalition sieht Merkel eine Trendwende in den wichtigsten Politikbereichen: „Die Wende zum Besseren ist geschafft.“ (dpa)

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