Reaktionen

Obama und Hollande zeigen Solidarität mit Deutschland

Zahlreiche Politiker haben sich nach den Angriffen von München geäußert. US-Präsident Barack Obama sicherte seine Unterstützung zu.

US-Präsident Barack Obama bekundete noch in der Nacht zu Samstag seine Betroffenheit über den Anschlag in München.

US-Präsident Barack Obama bekundete noch in der Nacht zu Samstag seine Betroffenheit über den Anschlag in München.

Foto: CARLOS BARRIA / REUTERS

München.  Die verheerenden Angriffe von München mit mindestens neun Toten und mindestens zehn Verletzten hat Bestürzung in der ganzen Welt ausgelöst. „Der mörderische Angriff in München entsetzt mich zutiefst“, sagte Bundespräsident Joachim Gauck. „In Gedanken bin ich bei allen Opfern und bei allen, die um einen geliebten Menschen trauern oder fürchten. Und ich fühle mich allen verbunden, die im Einsatz sind, um Menschen zu schützen und Leben zu retten.“

Ein Sprecher von US-Präsident Barack Obama erklärte noch in der Nacht zu Samstag, die Vereinigten Staaten verurteilten den „mutmaßlichen Terrorakt“ auf schärfste Weise. „Wir kennen noch nicht alle Fakten, aber wir wissen, dass dieser feige Akt viele Menschen in einer der lebendigsten Städte Europas getötet und verletzt hat“, sagte Josh Earnest, Sprecher des Weißen Hauses. Die USA würden mit den deutschen Behörden eng zusammenarbeiten. Zuvor hatte Barack Obama bereits persönlich Deutschland die Hilfe der USA bei der Aufklärung der Tat angeboten.

Die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, verurteilte die Tat auf Twitter. „Wir stehen zu unseren Freunden in Deutschland, während sie die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.“ Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump sagte, dass der zunehmende „Terrorismus“ das Leben aller zivilisierten Menschen bedrohe. Die amerikanische Regierung müsse nun alles dafür tun, um die USA vor Anschlägen zu schützen.

Der französische Präsident Francois Hollande wertete den Anschlag von München eindeutig als Terrortat. „Der terroristische Anschlag der München getroffen und viele Menschen getötet hat, ist ein abscheulicher Akt mit dem Ziel, nach anderen Ländern auch in Deutschland Angst zu schüren“, erklärte Hollande am Samstag. Deutschland könne auf die Unterstützung Frankreichs zählen, versicherte Hollande, der ankündigte, noch im Tagesverlauf mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu sprechen.

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat dazu aufgerufen, gegen Gewalt in Europa vorzugehen. „Wir dürfen es nicht zulassen, dass Gewalt zur Zukunft Europas wird. In diesen schweren Zeiten stehen wir solidarisch an der Seite der Deutschen“, schrieb Tsipras auf Twitter. Auch der griechische Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos zeigte sich entsetzt.

Über den deutschen Botschafter in Athen ließ er Bundespräsident Joachim Gauck sein Beileid für die Opfer und die Hinterbliebenen übermitteln.

Der russische Präsident Wladimir Putin kondolierte Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. Das berichten russische Nachrichtenagenturen.

Der estnische Staatspräsident Toomas Hendrik Ilves hat sich erschüttert gezeigt vom Anschlag in München. Er fühle mit dieser wunderschönen Stadt, in der er fast ein Jahrzehnt gelebt habe und wo sein Sohn geboren sei, schrieb er auf Twitter und ergänzte: „Schrecklich.“ Ilves hatte in den 80er-Jahren vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion als Journalist für Radio Free Europe in der bayerischen Landeshauptstadt gearbeitet. (bk/dpa)

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