Würzburg/Berlin

Minister für frühere Identitätsklärung von Flüchtlingen

Würzburg/Berlin. Nach dem Axt-Angriff des 17-jährigen Afghanen bei Würzburg mehren sich Forderungen nach einer schnelleren Identitätsklärung von Flüchtlingen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verlangte, wer seine Identität nicht belegen könne, müsse zunächst an der Grenze festgehalten und überprüft werden. „Das können wir nicht mehr so laufen lassen“, sagte der CSU-Politiker im BR. Der 17-Jährige, der am Montag das Attentat in dem Zug begangen hat, sei bereits im Juni 2015 nach Deutschland eingereist. Seitdem sei er nicht angehört worden, es seien auch keine Fingerabdrücke genommen worden, kritisierte Herrmann. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) kündigte eine entschiedeneren Kampf gegen Terrorpropaganda im Netz an: Internetdienstleister sollten dafür haftbar gemacht werden.

Der Gesundheitszustand von drei in der Würzburger Klinik behandelten Opfern der Attacke ist nach Angaben der Ärzte „im Wesentlichen stabil“. Bei den beiden Männern aus Hongkong bestehe aber weiterhin Lebensgefahr, sagte der Ärztliche Direktor Georg Ertl. Bei einem von beiden sei man nun „vorsichtig optimistisch“. Die 51-Jährige, die ebenfalls lebensgefährlich verletzt worden sei, sei außer Lebensgefahr, sagte Ertl.