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AfD-Machtkampf: Meuthen bittet Mitglieder um Verständnis

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen erklärt, warum er die Fraktion in Baden-Württemberg verlassen hat. Die Spaltung sei nie Ziel gewesen.

In einem Brief stellt Jörg Meuthen seine Version der Ereignisse dar, die zur Spaltung der baden-württembergischen AfD-Fraktion geführt haben.

In einem Brief stellt Jörg Meuthen seine Version der Ereignisse dar, die zur Spaltung der baden-württembergischen AfD-Fraktion geführt haben.

Foto: Christoph Schmidt / dpa

Berlin.  Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen sieht sich in Erklärungsnot. In einem Brief, der in der Nacht zum Mittwoch an alle AfD-Mitglieder bundesweit ging, schreibt der Parteichef: „Unser Ziel ist nicht und war nie die Spaltung der AfD“. Und er hält fest: „Wir haben keine neue Partei gegründet und haben dies auch nicht vor.“

Meuthen stellt in seinem Brief seine Version der Ereignisse in der Causa Gedeon dar, die in der vergangenen Woche zu einer Aufspaltung der baden-württembergischen AfD-Landtagsfraktion geführt hatte. „Wir möchten Ihnen darlegen, warum wir so gehandelt haben, wie wir es getan haben und warum wir so handeln mussten“, schreibt er.

Inhalt nicht mit Frauke Petry abgestimmt

Meuthen und 13 weitere Abgeordnete hatten die Fraktion verlassen, nachdem die für einen Fraktionsausschluss des Abgeordneten Wolfgang Gedeon notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit nicht zustande gekommen war. Zwei Gutachter hatten Äußerungen Gedeons zuvor als antisemitisch eingestuft.

Den Inhalt des Schreibens hat Meuthen mit seinen 13 Mitstreitern im Landtag abgestimmt, aber nicht mit der Co-Vorsitzenden Frauke Petry. Petry hatte auf dem Höhepunkt der Krise in Stuttgart versucht, zu vermitteln, dabei allerdings einen ganz anderen Kurs vertreten als Meuthen. (dpa)