UN-Blauhelmmission

Bundeswehr-Soldaten in Nordmali erstmals beschossen

Zum ersten Mal wurden deutsche Soldaten im Norden Malis angegriffen. Die Terrorgruppe Ansar Dine hatte der UN mit Anschlägen gedroht.

Die Bundeswehr ist derzeit mit knapp 500 Soldaten an der UN-Mission beteiligt. Sie trainieren unter anderem malische Soldaten in Koulikoro.

Die Bundeswehr ist derzeit mit knapp 500 Soldaten an der UN-Mission beteiligt. Sie trainieren unter anderem malische Soldaten in Koulikoro.

Foto: Michael Kappeler/Pool / Reuters

Potsdam/Genf/Bamako.  Erstmals sind im Norden Malis Bundeswehr-Soldaten unter Beschuss geraten. Die Angreifer hätten eine Patrouille bei einem Halt nördlich der Stadt Gao mit Handwaffen beschossen, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Soldaten seien bei dem Vorfall unverletzt geblieben. Auch Fahrzeuge seien nicht beschädigt worden. Die Identität der Täter ist nach Angaben der Bundeswehr unklar.

Ende Juni hatte die islamistische Terrorgruppe Ansar Dine der UN-Blauhelmmission in einer Videobotschaft mit Anschlägen gedroht. Im Norden Malis operieren mehrere Terrorgruppen und Milizen. Bei dem Beschuss der Bundeswehr-Soldaten handelte es sich nach Darstellung des Führungskommandos nicht um einen vorbereiteten Hinterhalt. Weitere Details zum Hergang nannte die Bundeswehr nicht.

Bundeswehr ist mit 500 Soldaten an UN-Mission beteiligt

Die Bundeswehr ist derzeit mit knapp 500 Soldaten an der UN-Mission Minusma beteiligt. Der Einsatz gilt als eine der gefährlichsten UN-Missionen weltweit. Gut 12.000 Soldaten unter UN-Mandat sollen ein Wiederaufflammen der Kämpfe verhindern, die 2012 vorübergehend zur Teilung des westafrikanischen Landes geführt hatten. Ein ausgehandelter Waffenstillstand zwischen bewaffneten Gruppen im Norden Malis und der malischen Regierung gilt als brüchig. (epd/aba)

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