Terrorismus

Tote und Verletzte bei neuem Anschlag in Bangladesch

Wieder sind in Bangladesch Menschen durch einen Anschlag gestorben, diesmal nahe eines Gebetsortes. Weitere Menschen wurden verletzt.

Polizeieinheiten sichern das Gebiet um die Gebetsstätte Sholakia Eid in Solakia in Kishoregonj, Bangladesch.

Polizeieinheiten sichern das Gebiet um die Gebetsstätte Sholakia Eid in Solakia in Kishoregonj, Bangladesch.

Foto: Stringer / dpa

Dhaka.  Bei der Detonation mehrerer Sprengsätze und einem anschließenden Feuergefecht sind in Bangladesch mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete der bangladeschische Nachrichtendienst NSI. Der Anschlag geschah am Donnerstagmorgen in der Nähe der größten Zusammenkunft zum islamischen Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr) in Bangladesch. Zwei der Opfer waren demnach Polizisten, das dritte einer der mutmaßlichen Täter. Mindestens zwölf Menschen seien verletzt worden.

Der Anschlag ereignete sich am Eingang einer Schule in der Nähe von Sholakia Eidgah, eine Versammlungsfläche in der Stadt Kishoreganj, gut 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt Dhaka. Sholakia Eidgah gilt als die größte Versammlungsstätte im Land für Gebete zum islamischen Fest des Fastenbrechens nach dem Fastenmonat Ramadan. Mindestens sechs Unbekannte warfen kurz vor Gebetsbeginn Sprengsätze und griffen eine Gruppe von Polizisten an. Zwei Menschen seien festgenommen worden.

Weitere Anschläge via Videobotschaft angekündigt

Erst in der Nacht zum Samstag hatten sieben Geiselnehmer ein bei Ausländern beliebtes Café in der Hauptstadt Dhaka stundenlang besetzt. Sie töteten 20 Besucher des Cafés und zwei Polizisten. Bei der Erstürmung des Cafés wurden sechs der Geiselnehmer getötet.

Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) hatte sich zu der Tat bekannt. Die Regierung Bangladeschs bestreitet jedoch, dass der IS im Land aktiv ist und macht einheimische Täter dafür verantwortlich. Am Mittwoch tauchte ein Video im Internet auf, in dem drei Bengalisch sprechende Männer weitere Angriffe in Bangladesch ankündigten. (dpa/aba)

Neueste Politik Videos

Neueste Politik Videos

Beschreibung anzeigen