Flüchtlinge

Zustrom von Migranten aus Maghreb-Staaten eingebrochen

Flüchtlinge in einer Flüchtlings-Notunterkunft in Sarstedt, Niedersachsen.

Flüchtlinge in einer Flüchtlings-Notunterkunft in Sarstedt, Niedersachsen.

Foto: Peter Steffen / dpa

Deutlich weniger Migranten kommen aus den Maghreb-Staaten nach Deutschland. Das zeigen aktuelle Zahlen des Bundesinnenministeriums.

Berlin.  Die Zahl der Migranten aus Marokko, Tunesien und Algerien ist laut Bundesregierung stark zurückgegangen. Im Mai kamen nur noch 185 Marokkaner, 134 Algerier und 55 Tunesier nach Deutschland, wie aus den sogenannten EASY-Zahlen des Bundesinnenministeriums hervorgeht, die unserer Redaktion vorliegen.

Im gesamten Jahr 2015 waren etwa 26.000 Menschen aus den drei Maghreb-Staaten nach Deutschland gekommen, allein im Dezember 2015 waren es 2.896 Marokkaner, 2296 Algerier und 195 Tunesier. Anfang 2016 brach der Zustrom drastisch ab.

Am Freitag könnte der Bundesrat über die Einstufung der drei Länder als sichere Herkunftsstaaten entscheiden. Dies will die große Koalition. Migranten aus den Maghreb-Staaten könnten dann schneller abgeschoben werden. Die Grünen sperren sich dagegen und drängen darauf, die Abstimmung auf den Herbst zu verschieben. Eine rasche Einigung gilt als unwahrscheinlich. (bk/dpa)

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