Bagdad/Medina

Saudi-Arabien: Anschlag vor Moschee in Medina

Bagdad/Medina.  Die Moschee mit dem Grab des Propheten Mohamed in Saudi-Arabien ist lokalen Medienberichten zufolge am Montag Ziel eines Selbstmordanschlags geworden. Der Attentäter habe sich während des Fastenbrechens bei einem Gebäude der Sicherheitskräfte vor der Prophetenmoschee in Medina in die Luft gesprengt und vier Menschen mit in den Tod gerissen, berichtete der arabische Nachrichtenkanal Al-Arabija. Die Moschee ist nach Mekka die zweitheiligste Stätte des Islam.

Niemand bekannte sich zu den Taten. Es wurde jedoch nicht ausgeschlossen, dass es sich um Taten der IS-Terrormiliz handeln könnte. Sollte es sich um eine Serie koordinierter IS-Anschläge handeln, wäre das ein beunruhigendes Signal für das erzkonservative ölreiche Königreich.

Fast zeitgleich mit dem Anschlag in Medina gab es in der im Osten des Landes gelegenen, mehrheitlich von Schiiten bewohnten Stadt Katif einen Selbstmordanschlag. Dort starb den Angaben zufolge nur der Attentäter.

Bereits am frühen Morgen hatte sich ein Selbstmordattentäter in der Nähe des US-Konsulats in der saudischen Stadt Dschidda in die Luft gesprengt.

Unterdessen steht Bagdad weiter unter Schock. Die Zahl der Opfer des Bombenanschlags vom Sonntag ist auf über 220 geklettert. dpa