Abu Dhabi

Emirate raten von traditioneller Kleidung im Ausland ab

Abu Dhabi.  Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihren Bürgern geraten, aus Sicherheitsgründen im Ausland nicht die traditionelle Kleidung ihres Landes zu tragen. Das twitterte das Außenministerium, nachdem ein Mann aus den Emiraten in den USA irrtümlich als mutmaßlicher Anhänger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) festgenommen worden war. Wegen der „Misshandlung eines emiratischen Bürgers durch die Polizei von Ohio“ wurde laut einer Mitteilung vom Sonntag zudem der stellvertretende US-Botschafter zum Ministerium bestellt. Er habe sich für den Vorfall entschuldigt.

Der in ein traditionelles, weißes Gewand gehüllte Mann aus den Emiraten war am vergangenen Mittwoch vor einem Hotel in Avon im US-Bundesstaat Ohio festgenommen worden. Er habe ein Telefonat auf Arabisch geführt, sagte der Mann dem Nachrichtensender Al-Dschasira. Eine Hotelmitarbeiterin habe daraufhin ihrer Schwester geschrieben, der Mann habe dem IS die Treue geschworen. Der 41-Jährige wurde festgenommen. Er hatte vor Kurzem einen Schlaganfall erlitten und war für eine ärztliche Untersuchung in Avon.