Migrationshintergrund

Vier von fünf Zuwanderer lieben Deutschland laut Umfrage

Laut einer Umfrage lieben die meisten Deutschen ihre Heimat. Doch auch unter Zuwanderern gibt es viel Empathie für die Bundesrepublik.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) besucht eine Notunterkunft für Flüchtlinge. Viele Menschen, die nach Deutschland kommen, schließen das Land schnell in ihr Herz.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) besucht eine Notunterkunft für Flüchtlinge. Viele Menschen, die nach Deutschland kommen, schließen das Land schnell in ihr Herz.

Foto: Jens Kalaene / dpa

Berlin.  Viele Zuwanderer schätzen nicht nur einzelne Begebenheiten in Deutschland, sondern haben das ganze Land in ihr Herz geschlossen. Das zeigt eine repräsentative Untersuchung des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Danach stimmen rund 82 Prozent der Menschen mit Migrationsgeschichte der Aussage „Ich liebe Deutschland“ zu. Unter den Deutschen ohne ausländische Wurzeln liegt die Zustimmung nur unwesentlich höher (85,6 Prozent).

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) erklärte, „exklusive Kriterien“ für die Zugehörigkeit zur Gesellschaft würden von Zuwanderern, die schon länger in Deutschland lebten, nicht mehr als so wichtig angesehen wie in den ersten Jahren nach ihrer Ankunft. Wie eine SVR-Umfrage zeigt, glaubt mehr als die Hälfte der Migranten (55,4 Prozent), die erst maximal fünf Jahre in Deutschland leben, um zur Gesellschaft dazu zu gehören, sei wichtig, in Deutschland geboren zu sein. Unter den Zuwanderern, die schon zwischen 11 und 15 Jahre in Deutschland leben, vertreten nur noch 33,8 Prozent diese Meinung.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, sagte, die Studienergebnisse belegten die Abkehr von einem völkischen Verständnis des „Deutschseins“. Trotz kultureller und religiöser Unterschiede gebe es eine „gefühlte Einheit“ der Bevölkerung mit Deutschland. „Auf dieser Grundlage können und müssen wir weiter an diesem neuen deutschen ,Wir’ arbeiten und sicherstellen, dass sich keine Gruppe ausgeschlossen fühlt“, fügte sie hinzu. (dpa)