Strafverfahren

Polizei ermittelt nach Gauck-Besuch gegen Angreifer

Bei dem Besuch des Bundespräsidenten in Sachsen am Sonntag wurde Joachim Gauck angegangen. Der Angriff hat ein juristisches Nachspiel.

Bei einem Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck (r) kam es am Sonntag zu Pöbeleien.

Bei einem Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck (r) kam es am Sonntag zu Pöbeleien.

Foto: Arno Burgi / dpa

Dresden.  Nach einem versuchten Angriff auf Bundespräsident Joachim Gauck am Sonntag im sächsischen Sebnitz sind gegen zwei Beteiligte Strafverfahren eingeleitet worden. Wie die Polizeidirektion Dresden am Montag mitteilte, wird gegen einen 30 Jahre alten Mann wegen mehrfacher Straftatbestände ermittelt.

Dem Mann werden versuchte gefährliche Körperverletzung, Widerstand, Verstoß gegen das Waffengesetz und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen. Der 30-Jährige soll versucht haben, einen Gegenstand auf Gauck zu werfen.

50 Störer auf dem Marktplatz

Ein zweites Verfahren wegen Widerstandes richtet sich gegen eine andere Person, von der die Polizei in Dresden aber zunächst noch keine Personalien hatte.

Gauck war am Sonntag als Gast des Deutschen Wandertages in Sebnitz verbal attackiert worden. Die Polizei bezifferte die Gruppe der Störer am Rathaus auf 50 und auf dem Marktplatz auf etwa 180 Personen. Sie hatten Sprechchöre skandiert, darunter „Hau ab“ und „Volksverräter“. In diesem Fall ermittelt die Polizei noch wegen Beleidigung. Von neun Demonstranten wurden die Personalien festgestellt. Die Polizei sprach fünf Platzverweise aus. (dpa)