Politik

„Videokameras sind ein Mittel der Verbrechensbekämpfung“

Zum Artikel: „Videokameras spalten die Koalition“ vom 20. Juni

Der eigentliche Skandal besteht nicht darin, in welchem schlechten Zustand sich die innere Sicherheit befindet, sondern wie leichtfertig die Politik mit diesem Problem umgeht. Was sich auf dem Alexanderplatz an Gewaltexzessen abspielt, können wir nahezu jeden Tag in der Zeitung lesen. Da entsetzt es, dass die angeblichen Verfechter der Bürgerrechte eines der probatesten Mittel der Kriminalitätsbekämpfung aus ideologischen Gründen blockieren. Gutachten zur Effizienz der Videoüberwachung kann man sich sparen. Sie wurden deutschland- und europaweit zu Hunderten gefertigt. Dass die Datenschutzbeauftragte zwar „scharfe Kritik“ anmeldet, dann aber die wichtige Anhörung versäumt, spricht für die Leichtfertigkeit, mit der dieses Thema behandelt wird.

Bernd Walter, per E-Mail

Politiker haben Angst davor, Verantwortung zu übernehmen

Zum Artikel: „Lehrerstreik: 60.000
Stunden fallen aus“ vom 21. Juni

In Deutschland sind Vorschriften augenscheinlich wichtiger als Menschen. Poli­- tiker und Angestellte der öffentlichen Verwaltung haben offenbar Angst, Verantwortung für eine Entscheidung zu übernehmen. Das ist nicht nur im Schulbereich so, sondern auch bei Ämtern.

Edelgard Richter, Wilmersdorf

U-Bahn-Pläne sollten schnell gestartet werden

Zum Artikel: „Neue Pläne: Sechs
U-Bahn-Linien in Berlin sollen verlängert werden“ vom 21. Juni

Die angedachten Verlängerungen bei der U-Bahn machen durchaus Sinn. TXL fehlt ein Anschluss, die Busse sind oft hoffnungslos überfüllt. Und die anderen Sachen passen auch sehr gut. Der Senat sollte das alles nur schnellstens in die Wege leiten, bevor im Herbst der neue Senat kommt und davon nichts mehr wissen will.

Georg Wolf, via Facebook

Das dient nur der Profilierung des Künstler-Egos

Zum Artikel: „Spektakel mit Tiger und Schauspielerin“ vom 21. Juni

Bei dieser Aktion geht es um den Missbrauch von bedrohten Tieren. Wer kein Herz für Tiere hat, hat auch keines für Menschen. Diese Performance dient nur der Profilierung des Künstler-Egos. Für die Flüchtlinge ist das ein Bärendienst.

Hans-Joachim Larson, via Facebook

Die Kommentare bei Facebook zeigen deutlich, dass die Rechte von vier Tigern vor der Haustür deutlich mehr Emotionen hervorrufen als Tausende ertrinkende Flüchtlinge im Mittelmeer, die wir zu verantworten haben. Schon deshalb ist das eine gelungene Aktion.

Tom von Berg, via Facebook

Da würde nur eines helfen: total ignorieren. Kein Einziger sollte hingehen. Außerdem sollte Klage wegen Missbrauchs von Tieren für politische Zwecke gegen diejenigen, die das genehmigt haben, erhoben werden. Dem Ganzen wird dann noch die Krone aufgesetzt, indem es als „Kunst“ hingestellt wird.

Gisela Brogie, via Facebook

Ein sinnvolles Zeichen erhöhter Verteidigungsbereitschaft

Zum Artikel: „Manöverkritik mit Folgen“ vom 21. Juni

Kriegsgeheul und Säbelrasseln: Ist Herr Steinmeier von allen guten Geistern verlassen? Eine geplante Aufstockung des Nato-Kontingents um circa tausend Soldaten wird Russland nicht von einer eventuellen militärischen Intervention abschrecken, ist jedoch ein wichtiges, deutliches Zeichen der erhöhten Verteidigungsbereitschaft Polens und der baltischen Staaten in Zusammenarbeit mit den Nato-Verbündeten.

Jörg Dormann, Hermsdorf