Politik

„Unsere Eltern hatten nicht den Druck, alles richtig zu machen“

Zum Artikel: „Die ausgebrannten
Mütter“ vom 16. Juni

Ein Mann kann das nicht gut beurteilen, weil immer noch in fast jedem Haushalt, egal welcher Nationalität, die Hauptarbeit bei der Mutter bleibt. Gesunde Ernährung, Schule und Hausaufgaben – viele Kinder brauchen heute ständig Hilfe. Das war früher nicht so. Unsere Eltern standen nicht unter dem Druck, immer alles „richtig zu machen“ – sie machten einfach.

Darija Daria, via Facebook

Es gibt die Mütter, die mitarbeiten müssen, weil der Familienvater allein keine Familie ernähren kann und weil hier ordentliche Arbeit nicht mehr anständig bezahlt wird (können ja nicht alle Akademiker sein). Für Mütter, die sich ihren Kindern wenigstens bis zum Schulkind-alter voll widmen würden, ist es sicher eine harte Belastung.

Cornelia Spiegler, via Facebook

Man kann es schaffen, viele Frauen beweisen es tagtäglich. Ich habe dafür Abstriche gemacht: Hang zur Perfektion aufgeben, Hilfe anderer annehmen, mir eine gute Freundin zum Quatschen bewahren. Vor allem: Haushalt hin oder her, erst mal ist das Kind wichtig. Der Haushalt steht auch morgen noch, aber die schöne Zeit mit Kind kommt nie zurück.

Petra Wallstaff, via Facebook

Hier bei uns in Finnland arbeiten fast alle Frauen mit Kindern, und die Betreuung ist gut. Das war in Ostdeutschland auch ganz normal. Das wirkliche Problem ist die Hausarbeit, an der sich die Herren der Schöpfung immer noch nicht wirklich beteiligen. Kochen, putzen, spielen, zuhören, Sport, Hund raus, Wäsche und so weiter.

Susann Warnecke, via Facebook

Bei Mütterrente sind Berliner Beamtinnen benachteiligt

Zum Artikel: „Berliner Beamte verklagen das Land“ vom 14.6.16

Alle Mütter sind gleich. Nur die Berliner verbeamteten Mütter nicht. Steht die Mütterrente sogar einer Milliardärsgattin zu, so jedoch nicht einer Berliner Beamtin. Auf diese haarsträubende Ungerechtigkeit muss hingewiesen werden. Meine diesbezüglichen Anfragen zum Beispiel an den Innensenator wurden erst gar nicht beantwortet. Die Ungleichbehandlung zum Beispiel gegenüber bayrischen Beamtinnen mit gleicher Stelle geht bereits beim Jahresgehalt in die Tausende. Die fehlende Wertschätzung der Mütterleistung ist für viele Mütter ein Schlag ins Gesicht.

Susanne Ahlefelder, per E-Mail

Die Karikaturen treffen immer den Punkt

Zu den Karikaturen in der Berliner
Morgenpost

Ich muss es mal mitteilen: Die Karikaturen in der Berliner Morgenpost treffen immer genau den Punkt. Danke dafür.

Susanne Schuster, per E-Mail

Erdogan zur unerwünschten Person erklären

Zum Artikel: „Islamverband verurteilt Hetze gegen Abgeordnete“ vom 14. Juni

Herr Erdogan tritt alle demokratischen Bemühungen in der Türkei mit Füßen und deutet massiv seinen Weg in die Diktatur an. Es ist beschämend, wie nachsichtig die EU-Regierungen mit ihm umgehen. Erdogan hat mehrfach in Deutschland gegen Deutschland gehetzt und türkischen Mitbürgern die Integration erschwert. Dass er nun sogar das Leben deutscher Abgeordneter bedroht, darf sich Deutschland nicht gefallen lassen. Herr Lammert hat Klartext gesprochen. Das reicht aber nicht: Der Bundestag sollte Herrn Erdogan zur unerwünschten Person erklären, ihm Einreiseverbot erteilen und damit auch künftige Wahlkampfauftritte verhindern.

Christoph Hilsberg, Lichterfelde