Marathonrede

US-Senator will mit Marathonrede Waffengesetz erzwingen

Schärfere Waffengesetze sind in den USA schon lange ein Thema. Ein Senator will die Gesetze jetzt mit einem Filibuster erwirken.

US-Senator Chris Murphy bei einer Rede im Jahr 2012.

US-Senator Chris Murphy bei einer Rede im Jahr 2012.

Foto: © Michelle McLoughlin / Reuters / REUTERS

Washington.  Der demokratische US-Senator Chris Murphy hat im Senat in Washington eine Marathonrede gehalten, um eine Verschärfung der Waffengesetze zu erzwingen. Sein sogenanntenr Filibuster endete nach knapp 15 Stunden und war eine Reaktion auf das Massaker in Orlando, bei dem am Sonntag 49 Menschen starben.

Man habe eine Einigung mit den Republikanern erreicht, sagte Murphy dem Nachrichtenportal „NBC News“ kurz nach Beedingung des Filibusters in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (Ortszeit). Es werde eine Abstimmung über ein Waffenverbot für Menschen geben, die auf der Liste für terrorverdächtige der US-Regierung stehen. Auch über umfassendere Hintergrundüberprüfungen werde man abstimmen.

Längster Filibuster dauerte 24 Stunden

Um 11.20 Uhr am Mittwoch hatte Murphy seine Rede begonnen, wie „Politico.com“ berichtete. „Ich werde hier bleiben, bis wir Signale oder Zeichen bekommen, dass wir an diesen zwei Punkten zusammenkommen“, sagte Murphy. Schnell gesellten sich weitere demokratische Senatoren als Unterstützung zu ihm. Ein Livestream zeigt Murphy bei seiner Rede.

Ein Filibuster ist eine Methode, Abstimmungen über Gesetzentwürfe zu blockieren. 1957 bestritt Senator Strom Thurmond den bislang längsten Filibuster in den USA mit 24 Stunden und 18 Minuten. (FMG/bnb)