Politik

„Berlin muss für die Berliner lebenswert und grün bleiben“

Zum Artikel: „Berlin plant Wohnungen auf Liegewiesen“ vom 13. Juni

Berlin muss nicht jedes Grün um jeden Preis erhalten? Warum eigentlich nicht. Erst einmal muss Berlin für die jetzt hier lebenden Berliner lebenswert bleiben. Jetzt werden Liegewiesen bebaut, demnächst vielleicht auch Sportplätze, und dann sind Grünanlagen dran. Wenn sie verkauft werden, kann das Land Berlin damit ein Haushaltsloch stopfen. Die grüne Fläche ist dann aber für immer verloren. Vom Aufsichtsrat der Bäderbetriebe erwarte ich, dass er die Interessen der Badbenutzer vertritt, nicht die von anreisenden Studenten. Ohnehin halte ich es für unnötig und gefährlich, dass Berlin in den Grenzen von Groß-Berlin des Jahres 1920 wachsen muss.

Ralf Drescher, Lichtenberg

Liegewiesen werden einfach in Bauland umgewidmet. Liebe Senatsmitglieder, merkt Euch Eure Handlungsweise auch für den Erhalt des Flugplatzes Tegel. Einfach umwidmen und wir behalten den notwendigen Flugplatz Tegel. Leider wird auf des Volkes Stimme schon lange nicht mehr gehört.

W.-D. Braun, per E-Mail

Die Bebauung von Randflächen der Bäder ist eine sehr gute Idee, die ich

– und nicht nur ich – schon immer favorisiert habe, um die Bäder mit

einer „Mauer“ aus Häusern einzufrieden, damit weniger Lärm und Gestank

von den Straßen in die Bäder eindringt. Mit Studentenwohnungen kann das

sehr gut gelingen, die sind sicherlich nicht so empfindlich gegen die sommerliche Lärmberieselung aus dem Bad, wie

das für Familien vielleicht auf Dauer der Fall sein könnte. Sehr gute Idee! Und auch die Parks würden eine intelligente Randbebauung gut vertragen.

Annette Ahme, Kreuzberg

Gegenseitige Schuldzuweisung enttäuscht die Bürger

Zum Artikel: „Softwareprobleme gefährden die Wahl“ vom 12. Juni

Da gibt es ein Problem: Die Wahlsoftware läuft nicht richtig. Und was passiert? SPD und CDU weisen sich gegenseitig die Verantwortung zu. Trägt das zur Problemlösung bei? Nein. Und genau hier sind Bürger von Politik enttäuscht. Statt zu handeln und die Probleme zu lösen, gehen Vorwürfe hin und her. Welche Folge hat das für so manch einen Bürger? Er wendet enttäuscht den etablierten Parteien den Rücken zu und sucht eine Alternative … Na toll!

Joachim Weiß, Kladow

Fahnenschwenken beim Fußball ist kein Nationalismus

Zum Artikel: „Grüne Jugend verurteilt Fahnenschwenken“ vom 11. Juni

Ja, ich schwenke auch eine Deutschlandfahne, sowie ich bei Spielen von Hertha BSC die Herthafahne schwenke. Jetzt heißt meine Mannschaft Deutschland, und die Farben dieser Mannschaft sind Schwarz-Rot-Gold. Mich deshalb als Nationalisten zu bezeichnen ist eine Frechheit. Wenn das der Nachwuchs der deutschen Politik ist, kann einem vor der Zukunft Angst und Bange werden.

Wilfried Wölk, Wittenau

Gefährlicher Nationalismus nach Armenien-Resolution

Zum Artikel: „Bundestagsabgeordnete nach Armenien-Resolution unter Polizeischutz“ vom 11. Juni

An den Begleiterscheinungen zur Armenien-Resolution kann man erkennen wie gefährlich Nationalismus für das Miteinander ist. Da kann nicht mehr debattiert werden, da sind gleich Beleidigungen, Hass und Gewaltandrohung im Spiel. Die Denke, ein Abgeordneter mit türkischen Migrationshintergrund sei automatisch ein Vertreter aller Deutsch-Türken und ihnen verpflichtet, ist völlig falsch. Dieser Abgeordnete ist seinem Gewissen, seinem Wahlkreis, allen Wählern und seiner Fraktion verpflichtet.

Markus Meister, per E-Mail