Politik

Die juristische Aufarbeitung von Auschwitz

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1958 die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg gegründet. In den Nachkriegsjahren wurden lediglich Täter verurteilt, deren Mordbeteiligung in dem Konzentrationslager Auschwitz unmittelbar nachgewiesen werden konnte. Urteile ergingen etwa in sechs Prozessen in Frankfurt am Main von 1963–68 sowie in drei Nachfolgeprozessen in den 70er-Jahren. Seit dem Münchner Prozess gegen den Ukrainer John Demjanjuk 2011 hat sich die Rechtslage in Deutschland verändert. Nicht nur Täter, sondern auch Gehilfen können seitdem angeklagt werden. Wie zuletzt in Lüneburg Oskar Gröning und jetzt Reinhold Hanning in Detmold.

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