US-Präsident

Obama: Ich bin heiß auf Wahlkampf mit Hillary Clinton

Barack Obama macht es offiziell: Per Videobotschaft verkündete der US-Präsident seine Wahlkampf-Unterstützung für Hillary Clinton.

Der amerikanische Präsident Barack Obama hat sich am Donnerstag erstmals voll hinter Hillary Clinton als Präsidentschaftskandidatin gestellt.

Der amerikanische Präsident Barack Obama hat sich am Donnerstag erstmals voll hinter Hillary Clinton als Präsidentschaftskandidatin gestellt.

Foto: Pete Marovich / Pool / dpa

Washington.  Nach ihrem Sieg im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten erhält Hillary Clinton Schützenhilfe von Amtsinhaber Barack Obama. Der Präsident stellte sich am Donnerstag demonstrativ hinter seine ehemalige Außenministerin. „Ich glaube nicht, dass es jemals jemanden gab, der so qualifiziert für dieses Amt war“, sagte Obama in einer Videobotschaft. Er sei „heiß darauf“, mit Clinton Wahlkampf zu machen.

Aus dem Mitarbeiterstab der früheren First Lady hieß es, der erste Auftritt der beiden sei für kommende Woche in Wisconsin angesetzt. In einem Reuters-Interview sagte Clinton, sie freue sich über Obamas Unterstützung. Weniger freundlich war der Kontrahent von den Republikanern, Donald Trump. Obama wolle weitere vier Jahre für Clinton, schrieb Trump auf Twitter, „aber das will sonst keiner“.

Hillary Clinton reagierte cool, ebenfalls per Twitter. „Lösche deinen Account“, riet sie Trump knapp.

Rivale Bernie Sanders will unverdrossen weiterkämpfen

Der Präsident hatte sich zuvor mit Clintons unterlegenem Rivalen Bernie Sanders im Weißen Haus getroffen. Der Senator aus Vermont sagte anschließend, er wolle mit Clinton zusammenarbeiten, um einen Sieg des Republikaners Donald Trump bei der Präsidentenwahl im November zu verhindern. Allerdings rückte er nicht davon ab, auch bei der letzten Vorwahl der Demokraten am kommenden Dienstag anzutreten und seinen Kampf für mehr soziale Gerechtigkeit in den Nominierungsparteitag Ende Juli zu tragen.

Seit den Vorwahlen in dieser Woche, bei denen Clinton ihre Kandidatur faktisch festgezurrt hatte, wuchs der Druck auf den selbst ernannten Sozialisten, aus dem Vorwahlrennen auszusteigen, damit Clinton sich daran machen können, die Partei zu einen. (rtr)