Flüchtlinge

Merkel: „Außengrenzen schützen, um Leben zu retten“

Täglich neue Berichte von ertrunkenen Migranten im Meer: Bundeskanzlerin Merkel sieht die richtige Antwort in besserem Grenzschutz.

Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Landesparteitag der CDU Brandenburg in Prenzlau.

Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Landesparteitag der CDU Brandenburg in Prenzlau.

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa

Prenzlau.  Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die EU angesichts der Flüchtlingskrise aufgerufen, die Außengrenzen besser zu schützen. Dies sei nach dem großen Zustrom von Flüchtlingen im vergangenen Jahr die vorrangige Aufgabe, sagte sie am Freitag beim Landesparteitag der Brandenburger CDU in Prenzlau (Uckermark).

„Wir müssen lernen, unsere Außengrenzen zu schützen, um Menschenleben zu retten“, mahnte Merkel. Allein in den vergangenen Wochen seien 800 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. „Wenn wir nicht alles tun, um unsere Grenzen zu schützen und die Schlepper zu bekämpfen, dann handeln wir nicht entsprechend unserer Werte.“ Der Schutz der Außengrenzen sei nach der Euro-Krise die zweite große Bewährungsprobe für die Europäische Union, sagte die Kanzlerin. „Und wenn wir das nicht schaffen, werden wir wieder in viele Einzelstaaten zerfallen.“

Gleichzeitig verteidigte Merkel die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland. „Wer wirklich vor Krieg, Not und Terror flüchtet, den müssen wir menschlich behandeln.“ Doch bei 60 Millionen Flüchtlingen auf der Welt könne nicht ein Land allein die Not lindern. „Wir müssen aufmerksam sein und die Fluchtursachen bekämpfen“, betonte sie. „Weil die Menschen dann in ihrer Heimat oder in der Nähe ihrer Heimat bleiben können und das ist besser für die Menschen.“ (dpa)