US-Wahlkampf

Stephen Hawking kann sich Trumps Popularität nicht erklären

Donald Trump bekommt im US-Wahlkampf immer mehr Unterstützung. Den weltberühmten Physiker Stephen Hawking stellt das vor ein Rätsel.

Stephen Hawking (74) äußert sich immer wieder zu populären und politischen Themen.

Stephen Hawking (74) äußert sich immer wieder zu populären und politischen Themen.

Foto: imago stock&people / imago/UPI Photo

Berlin.  Er erklärt das Universum, hat bedeutende Beiträge zur Allgemeinen Relativitätstheorie geliefert, doch einige irdische Phänomene übersteigen offenbar auch seine Vorstellungkraft: Der Astrophysiker und Kosmologe Stephen Hawking ist nach eigener Aussage daran gescheitert, sich den Erfolg des Präsidentschafts-Kandidaten Donald Trump zu erklären. Auf die Frage im britischen Frühstücksfernsehen, ob er mit seinem Wissen den Zulauf des US-Tycoons verstehen kann, sagte Hawking schlicht: „Das kann ich nicht.“

„Er ist ein Demagoge, der an den kleinsten gemeinsamen Nenner zu appellieren scheint“, so der 74 Jahre alte Wissenschaftler weiter. Der republikanische Kandidat Trump bekommt seit Kurzem auch Unterstützung von Kritikern aus dem eigenen Lager. So stellte sich Konkurrent Marco Rubio nun hinter den Immobilien-Milliardär.

Hawking äußert sich immer wieder zu populären Themen

Der an der Nervenerkrankung ALS leidende Hawking („Eine kurze Geschichte der Zeit“) äußert sich immer wieder auch zu populären Themen. In dem Interview mit dem britischen Fernsehsender ITV spricht sich der 74-Jährige klar für einen Verbleib seines Landes in der EU aus. „Die Zeiten sind vorbei, in denen wir für uns alleine gegen die Welt stehen konnten. Wir müssen Teil eines größeren Zusammenschlusses von Staaten sein, aus Gründen der Sicherheit und des Handels.“

Auch andere Phänomene bereiten dem wohl berühmtesten Wissenschaftler der Welt Kopfzerbrechen. Auf die Frage der Zeitschrift „New Scientist“, worüber er am Tag am meisten nachdenke, antwortet er: „Frauen. Sie sind ein komplettes Rätsel.“ (les)