Flüchtlingscamp

Flüchtlinge in Idomeni versinken nach Dauerregen im Matsch

Mehrere Tausend Flüchtlinge campieren im griechischen Idomeni. Der Dauerregen verwandelte ihr Lager in eine Wasser- und Matschwüste.

Die Zelte der Flüchtlinge in Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze sind überflutet oder stehen im Matsch.

Die Zelte der Flüchtlinge in Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze sind überflutet oder stehen im Matsch.

Foto: KOSTAS TSIRONIS / REUTERS

Athen.  Andauernde Regenfälle in Nordgriechenland haben das provisorische Flüchtlingslager in Idomeni am Wochenende in eine Matschlandschaft verwandelt. Ein Bericht des griechischen Fernsehsenders Alpha zeigte am Samstagabend Zelte unter Wasser und Bewohner des Lagers, die mit Spaten Matsch schaufeln.

„Ihr müsst uns helfen“, sagte einer der Bewohner den Journalisten, „das ist kein Zustand hier, schaut euch das an, es ist wirklich sehr schlimm“. Nach Angaben des griechischen Stabs für die Flüchtlingskrise harren in Idomeni weiterhin knapp 9000 Menschen aus – sie hoffen auf die Öffnung der Grenze zum Nachbarland Mazedonien, um so nach Mittel- und Nordeuropa weiterzureisen. Die Zahl der Flüchtlinge und Migranten im Lager nimmt nur sehr langsam ab. Immer wieder ruft die griechische Regierung die Menschen dazu auf, freiwillig in offizielle staatliche Auffanglager umzusiedeln, bisher weitgehend erfolglos.

Die Bewohner des Camps fürchten, bei der erhofften Grenzöffnung nicht dabei zu sein – obwohl Mazedonien längst wiederholt erklärt hat, die Grenze werde sich nicht öffnen. Von einer gewaltsamen Räumung des Lagers jedoch will die griechische Regierung absehen. Es hielten sich dort viele Familien, Frauen und Kinder auf, der Einsatz von Gewalt sei keine Option, heißt es. (dpa)