Grenzzaun

Mehrere Verletzte bei Flüchtlings-Krawallen in Idomeni

Mit diesem Waggon versuchten Flüchtlinge am Mittwochabend, eine Polizeisperre im griechischen Idomeni an der Grenze zu Mazedonien zu durchbrechen.

Mit diesem Waggon versuchten Flüchtlinge am Mittwochabend, eine Polizeisperre im griechischen Idomeni an der Grenze zu Mazedonien zu durchbrechen.

Foto: imago stock&people / imago/ZUMA Press

In Idomeni haben sich hunderte gestrandete Flüchtlinge stundenlange Auseinandersetzungen mit der griechischen Grenzpolizei geliefert.

Athen.  Bei Krawallen von Flüchtlingen und Migranten am Mittwochabend in Idomeni sind vier Demonstranten und zwei Polizisten leicht verletzt worden. Das berichtete der griechische Radiosender Athina 984 am Donnerstag. Demnach hätten die Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Flüchtlingen die ganze Nacht angehalten und sich erst am Donnerstagmorgen beruhigt.

Die griechische Polizei hatte Tränengas und Blendgranaten eingesetzt, um eine Gruppe von rund 300 randalierenden Migranten daran zu hindern, den mazedonischen Grenzzaun in der Nähe des Lagers von Idomeni zu durchbrechen. Die Randalierer hatten versucht, einen Eisenbahnwaggon als Rammbock zu nutzen, um den Zaun auf der mazedonischen Seite niederzureißen.

Noch immer warten 9000 Menschen an der Grenze

Griechische Medien kritisieren die Regierung, die das improvisierte Lager eigentlich bis Anfang Mai räumen wollte. Bisher ziehen die Flüchtlinge von dort nur langsam ab – derzeit halten sich nach Informationen des griechischen Stabs für die Flüchtlingskrise noch rund 9000 Menschen dort auf. (dpa)

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