Flüchtlingsabkommen

Kein Flüchtling binnen 24 Stunden in Griechenland angekommen

Immer weniger Menschen flüchten über das Meer von der Türkei nach Griechenland. Im Schnitt kommen nur 122 täglich auf den Inseln an.

Ein Schiff der türkischen Küstenwache fährt in der Ägäis Patrouille – eine Maßnahme, um illegale Einwanderung von Flüchtlingen zu unterbinden.

Ein Schiff der türkischen Küstenwache fährt in der Ägäis Patrouille – eine Maßnahme, um illegale Einwanderung von Flüchtlingen zu unterbinden.

Foto: John Macdougall / dpa

Athen.  Die Zahl der aus der Türkei auf den griechischen Inseln ankommenden Flüchtlinge geht immer weiter zurück: Zwischen Samstagmorgen und Sonntagmorgen setzte kein einziger Schutzsuchender zu den griechischen Inseln über. Das teilte der Stab für die Flüchtlingskrise in Athen am Sonntag mit.

Auch in den vergangenen Tagen blieb die Zahl der Schutzsuchenden niedrig. Von Montag und bis Samstagmorgen setzten dem griechischen Stab für die Flüchtlingskrise zufolge nur 332 Menschen über.

„Bislang haben wir keine Anzeichen dafür, dass die Türkei eine Erhöhung des Flüchtlingszustroms erlaubt“, sagte ein Offizier der Küstenwache. Bis Sonntagmorgen sei kein einziger angekommen.

Noch im Februar kamen täglich 2000 Flüchtlinge

Im Februar setzten im Schnitt täglich mehr als 2000 Flüchtlinge und Migranten über, im März sank die Zahl auf knapp 900 pro Tag. Im April kamen nach Angaben den UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) im Schnitt nur noch 122 Migranten täglich an.

Nach dem Abkommen zur Begrenzung des Flüchtlingszuzugs schickt die EU Migranten, die seit dem 20. März illegal in Griechenland eingereist sind, zurück in die Türkei. Teil des Abkommens ist auch die Visumfreiheit für türkische Bürger, die in die EU reisen wollen. Über die Voraussetzungen streiten die EU und Ankara jedoch heftig, sodass die angestrebte Aufhebung der Visumpflicht bis Ende Juni offen ist – und damit die Zukunft des Flüchtlingspakts mit der EU insgesamt. (dpa)

Neueste Politik Videos

Neueste Politik Videos

Beschreibung anzeigen