Sozialdemokraten

Sigmar Gabriel will Wettbewerb um SPD-Kanzlerkandidatur

Kanzlerkandidat per Konkurrenzkampf: SPD-Chef Gabriel kann sich das vorstellen. Den Kanzler dann zu stellen, hält er für „schwierig“.

SPD-Chef Sigmar Gabriel kann sich eine Art Wettrennen um die Kanzlerkandidatur seiner Partei vorstellen.

SPD-Chef Sigmar Gabriel kann sich eine Art Wettrennen um die Kanzlerkandidatur seiner Partei vorstellen.

Foto: HANNIBAL HANSCHKE / REUTERS

Berlin.  Der intern umstrittene SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat sich für einen Konkurrenzkampf um die Kanzlerkandidatur seiner Partei ausgesprochen. „Es wäre hervorragend, wenn es im nächsten Jahr zwei oder drei Leute aus der Führungsspitze der SPD gäbe, die sagen: Ich traue mir das zu“, sagte der Bundeswirtschaftsminister dem Magazin „Der Spiegel“.

Gabriel kündigte einen Mitgliederentscheid für den Fall an, dass sich mehrere Interessenten um die Spitzenkandidatur bei der nächsten Bundestagswahl im Herbst 2017 bewerben. Angesichts von Umfragen, die die SPD bei nur noch rund 20 Prozent sehen, sei es für seine Partei aus heutiger Perspektive „schwierig, den Kanzler zu stellen“, räumte Gabriel ein. Um wieder erfolgreich zu sein, müsse die SPD „zeigen, dass sie ohne Wenn und Aber Schutzmacht der normalen Arbeitnehmer ist“.

Als SPD-Chef hat Gabriel ein Zugriffsrecht auf die nächste Kanzlerkandidatur. Allerdings gibt es innerhalb der Partei erhebliche Zweifel, ob Gabriel ein Rezept hat, die SPD erfolgreich aus dem Umfrage-Tief zu holen. Die Parteiführung bekräftigt ihre Pläne, den Kanzlerkandidaten im Frühsommer 2017 zu bestimmen. (dpa)