Tourismus

Mallorca droht Veranstaltern von Sauftouren mit Geldstrafen

Hoteliers bezweifeln den Erfolg, doch Mallorcas Regierung will dem Sauftourismus ein Ende setzen und Veranstalter mehr kontrollieren.

Touristen trinken ihr Bier am „Ballermann 6“ in El Arenal: Solche Saufgelage sollen nach Plänen der Regionalregierung Mallorcas ein Ende haben.

Touristen trinken ihr Bier am „Ballermann 6“ in El Arenal: Solche Saufgelage sollen nach Plänen der Regionalregierung Mallorcas ein Ende haben.

Foto: Jens Wolf / dpa

Palma de Mallorca.  Die Regionalregierung der Balearen will dem Sauftourismus auf der spanischen Ferieninsel Mallorca ein Ende setzen. Den Veranstaltern organisierter Sauftouren drohten Geldstrafen von bis zu 40.000 Euro, betonte der Tourismusminister und Vizeregierungschef der Inselgruppe, Biel Barceló.

Wie die Zeitung „Diario de Mallorca“ am Mittwoch berichtete, wies der Minister bei einem Treffen mit Hoteliers darauf hin, dass die Behörden zwei Unternehmen inspiziert hätten, die an der Playa de Palma Umtrunke auf offener Straße organisiert hatten. „Solche Inspektionen werden den ganzen Sommer fortgesetzt.“

Die Hoteliers äußerten sich jedoch skeptisch. „Es hat sich nichts geändert“, zitierte das Blatt den Präsidenten des Hoteliersverbands an der Playa de Palma, Francesc Marín. „In den Touristengebieten treiben sich Hütchenspieler, Nelkenfrauen, Prostituierte, Straßenhändler und Masseurinnen herum – so wie immer.“ (dpa)