Dialog

AfD-Spitze will Zentralrat der Muslime am 23. Mai treffen

Das wird ein Treffen mit Brisanz: Spitzenpolitiker der AfD haben am Mittwoch einem Gespräch mit Vertretern der Muslime zugestimmt.

AfD-Chefin Frauke Petry will mit Vertretern des Zentralrats der Muslime diskutieren. Am Mittwoch schlug sie einen konkreten Termin vor.

AfD-Chefin Frauke Petry will mit Vertretern des Zentralrats der Muslime diskutieren. Am Mittwoch schlug sie einen konkreten Termin vor.

Foto: WOLFGANG RATTAY / REUTERS

Berlin.  Die rechtspopulistische AfD hat eine Gesprächseinladung des Zentralrats der Muslime in Deutschland angenommen. AfD-Chefin Frauke Petry habe den 23. Mai für das Treffen mit dem Zentralratvorsitzenden Aiman Mazyek vorgeschlagen, sagte ein Parteisprecher am Mittwoch in Berlin. Der Zentralrat bestätigte, am Dienstagabend eine telefonische Zusage erhalten zu haben.

An dem Gespräch sollen laut AfD-Sprecher Christian Lüth neben Petry die AfD-Bundesvorstandsmitglieder Alice Weidel und Albrecht Glaser teilnehmen. Als Ort habe die Partei eine Geschäftsstelle des Zentralrats in Berlin oder Köln vorgeschlagen.

AfD: „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“

Aus der Kölner Geschäftstelle des Zentralrates hieß es, man wolle noch die schriftliche Zusage der AfD abwarten und sich dann zu weiteren Einzelheiten äußern. Derzeit werde geprüft, ob der Terminvorschlag allen Beteiligten passe.

Der Zentralrat der Muslime hatte den Vorstand kurz vor dem AfD-Parteitag Ende April in Stuttgart zu einem Gespräch eingeladen. Bei dem Parteitag verankerte die AfD ihren Anti-Islam-Kurs in ihrem ersten Grundsatzprogramm. Darin heißt es wörtlich: „Der Islam gehört nicht zu Deutschland.“ Die Partei fordert ein Verbot von Minaretten, Muezzin-Rufen und Vollverschleierung. (epd)