Syrien-Konflikt

Kämpfe um Aleppo flammen auf: Armee tötet viele Islamisten

Rauch steigt auf über der beinahe völlig zerstörten Stadt Aleppo. In der Region finden derzeit die heftigsten Kämpfe seit vielen Jahren statt.

Rauch steigt auf über der beinahe völlig zerstörten Stadt Aleppo. In der Region finden derzeit die heftigsten Kämpfe seit vielen Jahren statt.

Foto: ABDALRHMAN ISMAIL / REUTERS

Es sind die heftigsten Kämpfe in der Region um Aleppo seit langem: Syriens Armee hat am Sonntag gegen die Rebellen zurückgeschlagen.

Amman/Ankara.  Nach dem Vorstoß islamistischer Rebellen nahe der Metropole Aleppo hat die syrische Armee am Sonntag eine Gegenoffensive gestartet. Beide Seiten berichteten von Luftangriffen in der Umgebung des Ortes Chan Tuman, den Aufständische der Dschaisch-al-Fatah-Allianz am Donnerstag erobert hatten. Zu der Allianz gehört auch die mit der Al-Kaida verbündeten Nusra-Front. Ein Vertreter der Allianz erklärte im Internet, die Rebellen rückten nun nach Süden auf Al-Hader vor, eine Hochburg der mit Syrien verbündeten iranischen und Hisbollah-Einheiten. Aus türkischen Militärkreisen verlautete, beim Beschuss von Stellungen des Islamischen Staates (IS) seien 55 Islamisten ums Leben gekommen. Diese hätten sich nördlich von Aleppo befunden.

Heftigste Kämpfe des Bürgerkriegs

Die Stadt und ihr Umland sind Schauplatz einiger der heftigsten Kämpfe in dem seit mehr als fünf Jahren anhaltenden Bürgerkrieg. In Aleppo selbst wurde zuletzt eine örtlich begrenzte Feuerpause verlängert. Durch die Region führen jedoch mehrere wichtige Nachschubrouten, um die weiter gekämpft wird. Der Verlust von Chan Tuman war ein schwerer Rückschlag für die syrischen Streitkräfte und die verbündeten iranischen Truppen, die dabei ihre bislang höchsten Verluste in dem Konflikt erlitten. Radikal-islamische Gruppen wie die Nusra-Front und der IS sind von dem im Februar vereinbarten, überregionalen Waffenstillstand ausgenommen.

Der Konflikt greift immer wieder auf die Nachbarstaaten über. So sind nach Angaben der Regierung in Ankara etwa 20 Menschen in der türkischen Grenzprovinz Kilis durch Raketenfeuer des IS ums Leben gekommen. (rtr)

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