Terrorismus

Selbstmordattentat vor Moschee in türkischer Stadt Bursa

In der westtürkischen Stadt Bursa hat sich wohl eine 25-jährige Attentäterin in die Luft gesprengt. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Foto: imago stock&people

Istanbul.  Die Serie von Selbstmordanschlägen reißt nicht ab: In der westtürkischen Millionenmetropole Bursa hat sich nach Angaben der Nachrichtenagentur DHA am Mittwoch eine Selbstmordattentäterin in die Luft gesprengt. Dabei seien 13 Menschen verletzt worden.

Nach Angaben von Gesundheitsminister Mehmet Müezzinoglu zündete die 25-Jährige ihren Sprengsatz neben der historischen Großen Moschee. Keiner der Verletzten schwebe in Lebensgefahr, sagte er. Das Innenministerium untersuche ihre Identität und ihre Verbindungen. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

Der Sender CNN Türk berichtete, die Polizei habe die Gegend um den Explosionsort großräumig abgesperrt und die Taschen von Passanten kontrolliert.

In der Türkei gab es mehrfach Anschläge

In der Vergangenheit hatte es in der Türkei mehrfach Terroranschläge gegeben. Zuletzt sprengte sich am 19. März in Istanbul ein Selbstmordattentäter in die Luft und riss vier Menschen mit in den Tod. Die Regierung machte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für den Anschlag verantwortlich, die sich jedoch nie dazu bekannte.

In der Istanbuler Altstadt hatte sich im Januar zudem nach Regierungsangaben ein IS-Attentäter in die Luft gesprengt und zwölf Deutsche mit in den Tod gerissen.

In der Vergangenheit hatte auch eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK Anschläge in der Türkei verübt.

Die US-Botschaft hatte am Dienstag ihre Warnung für die Türkei aktualisiert und teilte auf ihrer Website mit, dass es weiterhin „glaubwürdige Hinweise“ auf Terroranschläge auf Touristen in der Türkei gebe. US-Bürger sollten achtsam an belebten Plätzen und touristischen Orten sein. (dpa)