US-Vorwahlen

Sieg in fünf Staaten – Donald Trump ist nicht zu stoppen

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Donald Trump gab sich am Dienstag nach seinem fünffachen Sieg bei den US-Vorwahlen siegessicher, die Präsidentschaftskandidatur an sich zu reißen.

Donald Trump gab sich am Dienstag nach seinem fünffachen Sieg bei den US-Vorwahlen siegessicher, die Präsidentschaftskandidatur an sich zu reißen.

Foto: LUCAS JACKSON / REUTERS

Neuer Triumph für Donald Trump: Am Dienstag gewann er die Vorwahlen in fünf Bundesstaaten. Die Präsidentschaftskandidatur rückt näher.

Washington.  Mit klaren Siegen in allen fünf US-Bundesstaaten der Vorwahletappe am Dienstag hat Donald Trump seine Chancen auf die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner vergrößert. Er holte einen Großteil der am Dienstag insgesamt zur Wahl stehenden 118 Delegierten und hielt sich damit weiterhin die Möglichkeit offen, bereits vor dem Parteitag im Juli die absolute Mehrheit von 1237 Delegierten einzusammeln.

Bei den Republikanern versuchen einflussreiche Kreise in der Partei sei Monaten, Trumps Kandidatur zu verhindern. Zuletzt hatten sich seine beiden verbliebenen innerparteilichen Gegner, der erzkonservative Senator Ted Cruz aus Texas und der liberalere Gouverneur von Ohio, John Kasich, gegen ihn verbündet. Sie wollen sich in Staaten wie Indiana, New Mexico und Nebraska nicht gegenseitig Konkurrenz machen.

Wahl in Indiana kann Vorentscheidung bringen

Die Augen der Republikaner richten sich nun auf den Bundesstaat Indiana im Mittleren Westen. Wenn Trumps Verfolger Ted Cruz dort am 3. Mai nicht gewinnen kann, hat Trump sehr gute Chancen auf eine absolute Mehrheit der Delegierten. Sollte hingegen Cruz dort gewinnen, dürfte es für Trump schwer werden, die Mehrheit vor dem Parteitag in Cleveland einzusammeln.

Dann könnte er die Nominierung durch ein parteiinternes Gegenmanöver noch verlieren, selbst wenn er mit den meisten Delegierten - diese entscheiden offiziell auf den Parteitagen über die Kandidaturen - nach Cleveland zieht. Wegen dieser Konstellation gilt der Parteitag schon jetzt als einer der spannendsten in der jüngeren Parteigeschichte der US-Konservativen.

Hillary Clinton setzt sich weiter von Sanders ab

Trump gab sich am Wahlabend optimistisch. „Ich betrachte mich als den mutmaßlichen Kandidaten“, sagte er in New York. Seine parteiinternen Kontrahenten Ted Cruz und John Kasich rief er zum wiederholten Mal dazu auf, ihre Bewerbung aufzugeben. Beide hätten keine Chance mehr, eine Mehrheit der Delegierten hinter sich zu versammeln, sagte Trump. Gleichzeitig richtete er scharfe Angriffe gegen Ex-Außenministerin Hillary Clinton, die wahrscheinliche Kandidatin der Demokraten: „Sie wäre eine furchtbare Präsidentin.“

Hillary Clinton setzte sich am Dienstag weiter von ihrem partei-internen Konkurrenten Bernie Sanders ab. Nach übereinstimmenden Hochrechnungen amerikanischer Medien gewann sie die Vorwahlein Connecticut, Maryland, Pennsylvania und Delaware. Sanders holte den Sieg in Rhode Island. Die frühere Außenministerin ist damit nur noch theoretisch von Sanders einzuholen. Der linksliberale Senator hatte aber bereits zuvor angekündigt, nicht aufgeben zu wollen. (dpa/rtr)

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