Politik

„Pressefreiheit: Erdogans Sicht setzt sich durch“

| Lesedauer: 3 Minuten

Zum Artikel: „Erdogan-Kritik:
Piratenchef festgenommen“, 23. April

Erdogans Vorstellungen vom Umgang mit der Pressefreiheit setzen sich auch in Deutschland durch. Da wird ein Mitglied der Piratenpartei von der Berliner Polizei festgenommen, weil er sich erlaubt, eine Zeile aus Böhmermanns Schmähgedicht öffentlich zu zitieren. In vorauseilendem Gehorsam wird akzeptiert, dass Kritik an Erdogan als Affront verstanden werden könnte. Niemand aus der deutschen Politik wagt es, gegen die Ausweisung eines Journalisten oder die grundlose Einbestellung des deutschen Botschafters zu protestieren. Wir erleben ein regelrechtes Duckmäusertum aus Angst, dass der Flüchtlingsdeal mit der Türkei platzen könnte.

Rolf Lehmann, per Mail

Haben unsere „Rechtsorgane“ vollkommen den Verstand verloren? (Vielleicht darf ich das jetzt auch nicht mehr schreiben?) Wie kann jemand verbieten, die vollkommen richtigen Feststellungen „Kurden treten, Christen hauen“ zu äußern, auch wenn diese Feststellung aus einem strittigen Text entnommen ist? Sitzen bei uns schon von Erdogan geschulte Leute auf Posten?

Günter Voß, per Mail

Die Festnahme des Piraten-Chefs verschlägt einem die Sprache. Da wird ein Bruchteil aus der Schmähung rezitiert, der durchaus einer Betrachtung unterzogen werden sollte: Wie geht die Türkei mit religiösen und politischen Minderheiten um? Beim Umgang mit Minderheiten wird in der Türkei auf Gewalt staatlicherseits gesetzt. Toleranz gegenüber Andersdenkenden? Fehlanzeige. Es ist bedauerlich, dass unsere Regierung einen Handel mit dem Despoten vom Bosporus eingegangen ist.

Gregor B., Spandau

Nicht an Dardai herumnörgeln – er ist ein Glücksfall für Hertha

Zum Artikel: „Schwere Tage für Herthas Liebling“ vom 22. April

Wir alle sollten Herrn Dardai mehr als dankbar sein, anstatt an ihm herumzunörgeln. Er hat Hertha die beste Saison seit gefühlten 100 Jahren beschert. Es macht – meistens – wieder Spaß, ins Stadion zu gehen, trotz der hohen Preise. Letzte Saison hat Hertha noch um den Verbleib in der ersten Bundesliga gekämpft, diese Saison geht es möglicherweise um die Champions-League. Dardai ist ein Glücksfall für Berlin und kein Ziel für Nörgeleien.

Uwe Schmidt, Schöneberg

Man hätte die Bahn bei den Änderungen einbeziehen sollen

Zum Artikel: „Neuer Ärger am BER:
Start 2017 nicht sicher“ vom 23. April

Das Schlimmste am BER ist nicht die Frage nach einem Eröffnungstermin, sondern der Dilettantismus der „Führungspersonen“ und die Tatsache, dass niemand zur Rechenschaft gezogen wird. Jetzt der Bahn die Schuld für eine weitere Verzögerung zu geben, bestätigt diesen Dilettantismus. Der Bahnhof wurde als erstes auf der Grundlage der ursprünglichen Planung fertiggestellt. Danach folgten viele Planungsänderungen, ausgelöst durch die unwissenden Entscheider. Man hätte einfach nur die Bahn an diesen Änderungsprozessen teilhaben lassen müssen.

Andreas Kasperkowitz, Bötzow

Man sollte die Feiertage so lassen, wie sie sind

Zum Artikel: „Häufiger frei: Politiker wollen Feiertage nachholen“, 24. April

Die Sozialexpertin der Linken, Sabine Zimmermann, ist der Meinung, dass man den Arbeitgebern zusätzliche Arbeitstage schenkt, da zum Beispiel der 1. Mai auf einen Sonntag fällt. Als Sozialexpertin sollte sie wissen, dass Leistung und Gegenleistung in einem Zusammenhang stehen. So erbringt der Arbeitnehmer eine Arbeitsleistung und der Arbeitgeber bezahlt diese. Arbeitgeber haben schon genug Lohnnebenkosten wie Sozialabgaben, Berufsgenossenschaft etc. zu berappen. Man sollte die Feiertage so lassen, wie sie sind.

Michael Klages, Staaken