US-Präsidentschaft

Konkurrenz schmiedet „Katastrophen-Plan“ gegen Trump

Donald Trumps Gegner haben ein spektakuläres Bündnis geschlossen. Einziges Ziel: Den Milliardär als Präsidentschaftskandidaten stoppen.

Donald Trump soll als Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner verhindert werden. Seine Mitbewerber Ted Cruz und John Kasich haben sich nun zusammengetan, um den umstrittenen Konkurrenten auszubremsen.

Donald Trump soll als Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner verhindert werden. Seine Mitbewerber Ted Cruz und John Kasich haben sich nun zusammengetan, um den umstrittenen Konkurrenten auszubremsen.

Foto: EDUARDO MUNOZ / REUTERS

Washington.  Im US-Wahlkampf tun sich die beiden republikanischen Kandidaten Ted Cruz und John Kasich zusammen, um einen Nominierung Donald Trumps zum Präsidentschaftsbewerber ihrer Partei zu verhindern. Der Senator aus Texas und der Gouverneur von Ohio wollen nach eigenen Angaben auf dem Parteikonvent in Cleveland eine offene Wahl eines geeigneten Kandidaten. Das gaben Cruz und Kasich in zeitgleich am Sonntagabend veröffentlichten Statements bekannt.

Eine Kandidatur Trumps bei der Präsidentenwahl gegen einen Mitbewerber der Demokraten im November wäre „eine sichere Katastrophe“, schrieb der Wahlkampfmanager von Cruz, Jeff Roe. Kasich werde sich am 3. Mai aus der Vorwahl in Indiana zurückziehen, während Cruz die Vorwahlen in Oregon am 17. Mai und New Mexico am 7. Juni auslassen werde, hieß es.

Donald Trump reagierte mit Spott auf das Bündnis seiner Gegner. „Wow, gerade mitgeteilt worden, dass Lügen-Ted und Kasich zusammenarbeiten, um meine Nominierung zu verhindern. VERZWEIFLUNG!“, schrieb Trump per Twitter.

1237 Stimmen bringen die Mehrheit

Für die Nominierung der Republikaner braucht ein Kandidat beim Parteikonvent im Juli insgesamt 1237 Delegiertenstimmen. Trump ist der einzige Bewerber bei den Republikanern, der noch vor dem Parteitag die absolute Mehrheit der Delegierten hinter sich bringen könnte. Jedoch ist dies auch bei dem Immobilien-Milliardär fraglich.

Die restlichen Vorwahlen müssten für ihn sehr gut laufen. Wenn keiner der drei verbliebenen Bewerber auf eine Mehrheit kommt, würde es mehrere Wahlgänge geben. Das Ergebnis der Vorwahlen wäre für einen großen Teil der Delegierten nicht mehr bindend. Dies könnte den Weg für einen anderen Kandidaten ebnen. (dpa)